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Brandenburg Waldbrand in Lieberoser Heide schwelt weiter – Munition entschärft
Brandenburg Waldbrand in Lieberoser Heide schwelt weiter – Munition entschärft
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17:00 11.07.2019
Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide wurden durch Munition erschwert, die auf Zufahrtswegen gefunden wurde. Quelle: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/
Lieberoser Heide

 In der Lieberoser Heide haben die Feuerwehrleute eine Ausbreitung des Brandes bislang verhindert. „Aktuell sorgen kleinere Schwelbrände für jede Menge Rauch“, sagte der Sprecher des Landkreises Dahme-Spreewald, Bernhard Schulz. Noch immer sind 100 Hektar Fläche betroffen. Die Brandnester - mitten in der kampfmittelbelasteten Zone eines ehemaligen Truppenübungsplatzes - sind schwer erreichbar. Es gebe aber so gut wie keine Flammenbildung mehr. 25 Feuerwehrleute mit 10 Fahrzeugen sind vor Ort im Einsatz.

In der Lieberoser Heide werden die Löscharbeiten vermutlich noch Tage dauern.

 

Die Löscharbeiten wurden am Vormittag durch Munition erschwert, die auf Zufahrtswegen gefunden wurde. Acht Granaten konnten durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft und abtransportiert werden, sagte Schulz. Zunächst hatte es geheißen, zwei der Granaten müssten aller Voraussicht nach gesprengt werden. Um den Fundort herum wurde ein 500 Meter Sperrradius eingerichtet. Löschfahrzeuge mussten die Sperrzone umfahren.

>> Mehr zum Thema Waldbrände in Brandenburg auf der MAZ-Themenseite

An die Schwelbrände kommen die Feuerwehrleute vom Boden aus nicht mehr heran, wie Schulz weiter sagte. Deshalb habe ein Löschhubschrauber der Bundespolizei den größten Teil der Löscharbeiten übernommen. Ein zweiter Löschhubschrauber sei für Freitag angefordert worden, sagte der Sprecher. Die Großschadenslage bestehe aufgrund der anhaltend schwierigen Situation weiterhin.

 

Mit rund 27 000 Hektar war die Lieberoser Heide in der Brandenburger Niederlausitz einer der größten Truppenübungsplätze der DDR. In der NS-Zeit hatte eine SS-Division von 1942 bis 1945 den Platz genutzt. Von 1947 an übernahmen die sowjetischen Streitkräfte das Gelände. Von 1947 bis 1992 wurden auf dem Truppenübungsplatz Munition und neue Waffentechnik getestet. Was genau in den Böden liegt, können Experten bis heute nicht klar sagen.

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Von RND/dpa

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