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Brandenburg Am 1. Juli steigen die Ostrenten
Brandenburg Am 1. Juli steigen die Ostrenten
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09:20 21.03.2014
Quelle: dpa
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Potsdam

Für die Senioren bedeutet die Anpassung wohl ein reales Einkommensplus, da die erwartete Inflationsrate in diesem Jahr bei 1,5 Prozent liegt.
Im Schnitt beträgt die Rente in Brandenburg derzeit 866 Euro. Der märkische Durchschnittsrentner kann sich demnach über einen monatlichen Aufschlag in Höhe von brutto 21,90 Euro freuen. Bereits im vergangenen Jahr hatten Rentner im Osten 3,29 Prozent mehr bekommen, im Westen dagegen nur 0,25 Prozent.

„Durch die insgesamt nur geringen Preissteigerungen bleibt endlich auch mal tatsächlich mehr im Portemonnaie“, sagte Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD). „Erfreulich ist auch die Verbesserung im Osten. Damit kommen wir der Rentenangleichung zumindest ein kleines Stück näher.“ Bis zu einer völligen Angleichung an das Westniveau ist es jedoch noch ein Stück: Mit der Erhöhung erreichen Ost-Renten 92,2 Prozent des Westwertes.
Erfreut reagierte auch Sieglinde Heppener, Vorsitzende des Seniorenbeirats Brandenburg: „Allmählich werden die Unterschiede zwischen Ost- und Westrenten beseitigt, das ist mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung auch überfällig“, sagte sie. „Die Rentner in Ostdeutschland fühlen sich diskriminiert, schließlich waren sie genauso fleißig wie die Menschen in Westdeutschland.“

Das Plus ist ein Anzeichen dafür, dass die Lohnangleichung zwischen Ost und West vorankomme, hieß es bei der Volkssolidarität. „Die Lücke zwischen dem Rentenwert Ost und West wird damit ein wenig geschlossen“, sagte Verbandssprecher Tilo Gräser. „Das ist gut, aber die Lücke bleibt weiterhin vorhanden.“

Bundesarbeitsministerin Nahles warb erneut für die verabredeten Verbesserungen wie die Rente ab 63. Gegen dieses Reformprojekt gibt es jedoch Widerstand in der Jungen Union, der Nachwuchsorganisation der CDU. Der stellvertretende Bundesvorsitzende, Benedict Pöttering, sagte der MAZ: „Die geplante Rentenreform der Bundesregierung raubt der jungen Generation die finanzielle und politische Gestaltungsfreiheit.“ Er forderte die jungen Abgeordneten im Bundestag zum „Widerstand gegen den Renten-Wahnsinn“ der Großen Koalition auf.

Von Torsten Gellner

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