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Brandenburg Campingbranche boomt in Brandenburg
Brandenburg Campingbranche boomt in Brandenburg
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08:57 11.05.2019
(Archiv) Camping erfreut sich in Brandenburg wachsender Beliebtheit. Quelle: Jens Büttner/dpa
Potsdam

Urlaub im Zelt kommt langsam wieder in Mode, doch das allein lockt nicht genug Gäste auf Brandenburgs Campingplätze. Die Branche wartet deshalb mit Ferienhäusern in Weinfässern oder mietbaren Wohnmobilen auf.

Urlauber werden durch breites Angebot angelockt

Camping erfreut sich in Brandenburg wachsender Beliebtheit. Entsprechend positiv blickt die Branche auf die zurückliegende und kommende Saison. „Camping ist eine ernst zunehmende Urlaubsform geworden und lässt sich längst nicht mehr auf Übernachtung auf dem Campingplatz reduzieren“, sagte die Sprecherin des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Brandenburg.

Es werden immer mehr Camper

Dass mehr Menschen die derzeit 172 märkischen Campingplätze nutzen, bestätigt auch die Tourismus Marketing Brandenburg (TMB). „Die Anzahl der Plätze und der dort angebotenen Schlafplätze ist zwar zurückgegangen, die Zahl der Gäste und Übernachtungen hat aber erheblich zugenommen“, sagte TMB-Sprecherin Birgit Kunkel. 2017 sei erstmals die Zahl von einer Million Übernachtungen auf den Campingplätzen überschritten worden. Im vergangenen Jahr habe die Branche aufgrund des guten Sommers erneut einen Rekord erzielen können - fast 1,3 Millionen Übernachtungen wurden gezählt. „Die Campingwirtschaft war im letzten Jahr der Wachstumstreiber“, so Kunkel.

Das Campen steht und fällt mit dem Wetter

Weil die Branche stark wetterabhängig ist, versuchen die Platzbetreiber mit zusätzlichen Ideen zu punkten. „Es ist das Gesamtpaket der Angebote, das Camping in Brandenburg so erfolgreich macht“, sagt Manuela von Schroedel-Siemau. Es sei vom klassischen Zeltplatz bis hin zur Fünf-Sterne-Ferienhausanlage fast alles zu finden. Urlauber brauchten noch nicht mal eine eigene Campingausrüstung, denn vielerorts stünden Wohnwagen oder Mobilheime zur Verfügung.

Das Zelt boomt wieder

Viele Plätze investieren in Qualität und Angebotsvielfalt. Der «Königliche Campingplatz Sanssouci» in Potsdam hat beispielsweise in den vergangenen Jahren seine Sanitäranlagen renoviert und ausgebaut. „Das A und O ist die Sauberkeit“, sagt Marketing-Mitarbeiterin Annika Sommerfeld. Gäste nutzen sowohl Stellplätze für Wohnmobile, als auch Ferienhäuschen, die auf dem Platz in großen Weinfässern untergebracht sind. „Was wir auch feststellen ist, dass das Zelt eine Renaissance erlebt“, berichtet Sommerfeld.

Die kommenden Feiertage sind komplett ausgebucht

Die Saison sei mit tollem Wetter und einem ausgebuchten Platz über die Osterfeiertage gestartet. „Die kommenden Feiertags-Wochenenden sind ebenfalls bereits fast vollständig ausgebucht“, sagte die Marketing-Mitarbeiterin.

Auch hier wird über Personalmangel geklagt

Größtes Problem der Branche ist der Verbandssprecherin zufolge der Mangel an gut ausgebildetem Personal. „Man muss erstmal Leute finden, die bereit sind zu arbeiten, wenn andere Ferien haben“, sagte von Schroedel-Siemau. Ein weiterer Punkt sei die Qualifizierung der Mitarbeiter, woran Verband und Campingplätze aber kontinuierlich arbeiten würden. Zudem müsse eine Regelung gefunden werden, das Personal auch über die Saison hinaus beschäftigen zu können., erklärte die Marketing-Mitarbeiterin. Das falle vor allem kleineren Campingplätzen schwer. «Hier sind wir gerade dabei, ein Initiativprojekt mit unserem Bundesverband auf die Beine zu stellen». Denkbar sei ihrer Ansicht nach beispielsweise eine entsprechende Förderung der Stellen.

Von RND/dpa/win

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