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Brandenburg Azubis haben gute Chancen auf Wunschberuf
Brandenburg Azubis haben gute Chancen auf Wunschberuf
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16:31 21.02.2014
Guten Chancen für Azubis in Brandenburg
Guten Chancen für Azubis in Brandenburg Quelle: dpa
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Potsdam

Dabei haben junge Menschen gute Karten, einen Platz in ihrem Wunschberuf zu ergattern. „Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Brandenburg ist gut“, sagt Arbeitsminister Günter Baaske (SPD). Die Zahl der Schulabgänger sinkt seit Jahren – von 37.300 im Jahr 2000 auf 15832 im Jahr 2013. Entsprechend groß ist der Wettbewerb der Betriebe um guten Nachwuchs. „Trotzdem sollten Schülerinnen und Schüler bei der Bewerbung keine Zeit verlieren“, rät Baaske. Je früher der Lebenslauf raus gehe, desto größer seien die Chancen. Das Prinzip gilt erst recht für die Betriebe, wenn sie ihre Wunschkandidaten gewinnen wollen. „Andere Bundesländer sind da teils viel früher dran“, so Ministeriumssprecher Gabriel Hesse. Dieter Wagon, Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, appellierte an Betriebe, auch Bewerbern eine Chance zu geben, „deren Stärken erst auf den zweiten Blick zu entdecken sind“.

Beim Autozulieferer Schaeffler in Luckenwalde (Teltow-Fläming) hat man diese Ratschläge beherzigt. „Unsere drei Lehrstellen für Industriemechaniker sind schon vergeben“, sagt Personalchefin Ines Plehn. Ein Jahr vor Ausbildungsstart sei man auf Jobmessen unterwegs gewesen. Bewerber mit Defiziten würden zur Nachhilfe geschickt, die die Arbeitsagentur fördere.

Immer weniger AUsbildungsverträge

  • 8000 Ausbildungsverträge wurden im Jahr 2013 bei den Brandenburger Industrie- und Handelskammern sowie bei den Handwerkskammern registriert – das waren 790 weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang um mehr als neun Prozent entspricht.
  • 56 Prozent der Betriebe in Brandenburg hatten 2012 eine Ausbildungsberechtigung, aber nur 38 Prozent bildeten auch tatsächlich aus – obwohl Fachkräfte händeringend gesucht werden. Im Jahr 2011 waren es noch 42 Prozent.

Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Potsdam sind derzeit 1000 Stellen ausgeschrieben, davon allein 107 für Köche und 76 für Hotelfachleute. „Die Aufstiegschancen sind gut und die Bezahlung hat sich in den letzten Jahren verbessert“, wirbt Olaf Lücke vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg für seine Branche. Im ersten Lehrjahr verdiene ein Koch-Azubi rund 465 Euro. Bei der Handwerkskammer Potsdam gibt es 470 Stellen „quer durch die Bank“, sagt Sprecherin Ute Maciejok.
Doch trotz der breiten Auswahl aus landesweit 250 Berufen bewerben sich laut Arbeitsministerium 40Prozent der Jugendlichen auf die Top 10 der Ausbildungsberufe, wie zum Beispiel den Kfz-Mechatroniker. Weiter unten auf der Beliebtheitsskala steht der Maurer, wie Reiner Schiewe von der Schiewe-Bau GmbH in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) weiß. Auf seine Ausschreibung sei bislang nur eine einzige Bewerbung gekommen. „Dabei ist es ein tolles Gefühl, etwas mit seinen Händen zu schaffen.“

Von Angelika Pentsi

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