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Brandenburg Halloween und Reformationstag – was die Märker am 31. Oktober feiern
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Brandenburg: Halloween und Reformationstag - das feiern die Märker am 31. Oktober

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14:20 27.10.2021
Halloween und Reformationstag werden am selben Tag gefeiert – dem 31. Oktober.
Halloween und Reformationstag werden am selben Tag gefeiert – dem 31. Oktober. Quelle: dpa
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Potsdam

In Deutschland hat sich Halloween mittlerweile als festes jährliches Event etabliert, bei dem nicht nur gruselige Verkleidungen, sondern auch Süßigkeiten und gemeinsames Feiern im Mittelpunkt stehen. Die tatsächlichen Ursprünge und Hintergründe Halloweens sind dabei nur wenigen bekannt – erfahren Sie hier, wieso wir Halloween feiern und ob es sich um einen Feiertag handelt.

Was ist Halloween?

Halloween ist ein Fest, das auf verschiedenen Volksbräuchen basiert. Heute ist es Anlass dafür, dass sich sowohl Kinder als auch Erwachsene am 31. Oktober als Ungeheuer, Hexen, Vampire und vieles mehr verkleiden. Fest verknüpft mit Halloween ist der Brauch „Trick or Treat“, bei dem Kinder abends in der Nachbarschaft von Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten sammeln. An Halloween stellt zudem die gruselige Dekoration des eigenen Hauses einen wesentlichen Teil des Festes dar, ebenso wie die zahlreichen nächtlichen Halloween-Partys.

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Wann ist Halloween?

Halloween findet am 31. Oktober 2021, also am Sonntag statt und reicht bis in den 1. November hinein. In Deutschland findet Halloween zeitgleich mit dem Reformationstag statt und ist daher ein Feiertag in einigen Bundesländern. Da er sich andererseits aber auch mit Allerheiligen überschneidet, müssen in bestimmten Bundesländern auch spezielle Ruhezeiten beachtet werden.

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Woher kommt Halloween? Herkunft und Geschichte

Die ersten Wurzeln und Ursprünge von Halloween lassen sich heute schwer nachweisen, denn das heutige Fest setzt sich aus zahlreichen christlichen und heidnischen Einflüssen zusammen. In den USA kamen weitere modernere Halloween-Rituale hinzu.

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Nach Amerika gelangte Halloween über irische Einwanderer um 1830 – während das Fest in den USA immer beliebter wurde, geriet es in Europa nahezu in Vergessenheit. Ursprünglich scheinen die ersten Halloween-Bräuche jedoch von den Kelten zu stammen, die zu Ehren des Totengottes ein jährliches Fest namens Samhain zu Beginn der dunklen Jahreszeit abhielten. Sie glaubten daran, dass böse Geister, Dämonen und Verstorbene während dieser Zeit aus dem Totenreich in die irdische Welt gelangen konnten. Diese konnten mit Feuer vertrieben werden. Um selbst nicht erkannt zu werden, hüllten sich die Kelten in Verkleidungen.

Berücksichtigt man den Namen „Halloween“, kommt aber auch eine andere Theorie in Frage: Denn Halloween leitet sich ab von „All Hallows’ Eve“, was den Vorabend von Allerheiligen bezeichnet, also ein christliches Fest.

Ist Halloween ein Feiertag in Deutschland?

Nein, in Deutschland ist Halloween kein gesetzlicher Feiertag. Trotzdem haben einige Bundesländer am 31. Oktober frei, denn Halloween überschneidet sich mit dem Reformationstag. Dieser wiederum ist ein gesetzlicher Feiertag in derzeit neun Bundesländern. Zu diesen gehören:

  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

In den eher katholisch geprägten Bundesländern ist der Reformationstag kein Feiertag, dementsprechend haben die dortigen Bewohner an Halloween keinen freien Tag. Darunter fallen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Saarland

Für diese fünf Bundesländer gibt es dafür jedoch einen freien Tag am darauffolgenden 1. November, an Allerheiligen. Diesen gesetzlichen Feiertag gibt es hingegen nicht in den protestantischen Bundesländern.

Und was wird am Reformationstag gefeiert?

Die Reformation wurde von Martin Luther, einem deutschen Theologen und Kirchenpolitiker angestoßen, der die katholische Kirche vor knapp 500 Jahren erneuern wollte. Er kritisierte, dass der Papst und die katholische Kirche ihren Gläubigern Vorschriften machten, die in dieser Form gar nicht in der Bibel standen. Darunter fiel beispielsweise auch der Ablasshandel.

Aus diesem Grund formulierte er 95 Thesen, die die Kirche reformieren, also umgestalten, sollten. Allerdings ließ der Papst sich nicht auf die Reformation ein, stattdessen ließ er sowohl Luther und auch seine zahlreichen Anhänger verfolgen. So entstand schließlich die Evangelische Kirche.

Zwar ist der Reformationstag laut der Evangelischen Kirche in Deutschland „kein bundesweiter Feiertag, in den evangelischen Kirchen wird aber mit Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen der Ereignisse am 31. Oktober 1517 gedacht“.

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2017 war der Reformationstag anlässlich seines 500. Jubiläums deutschlandweit ein Feiertag. Mittlerweile haben sich insbesondere die Bundesländer in Nord- und Ostdeutschland für den Reformationstag ausgesprochen. Im Süden findet hingegen Allerheiligen am 1. November als gesetzlicher Feiertag statt.

Reformationstag und Halloween – stehen sie in Konkurrenz?

Zwar ist der Reformationstag in vielen deutschen Bundesländern ein Feiertag, trotzdem fiebern die meisten Menschen wohl doch eher dem Halloween-Fest entgegen, das am gleichen Tag, nämlich dem 31. Oktober, stattfindet. Während die Andacht zum Reformationstag im Laufe des Tages stattfindet, beginnen die ersten Halloween-Partys erst gegen Abend oder in der Nacht.

Wann wird an Halloween gesammelt und geklingelt?

An Halloween gilt wie auch an anderen Tagen das Jugendschutzgesetz. Das bedeutet, dass es Sache der Eltern ist, wie lange sie ihre Kinder um die Häuser ziehen lassen – an bestimmten Orten wie etwa Jugendtreffs oder Vereinen dürfen Kinder unter 14 Jahren jedoch nur bis 22 Uhr bleiben. Auch bezüglich der Haftung, etwa bei Halloween-Streichen, stehen Eltern in der Pflicht. Was es diesbezüglich zu beachten gibt, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wer gut vorbereitet sein möchte auf klingelnde Gespenster und Monster, sollte mit diesen zwischen 18 und 21 Uhr rechnen, da die Kids meist erst bei Einbruch der Dunkelheit losgehen und in der Regel nicht bis spät in die Nacht unterwegs sind.

Als was verkleidet man sich an Halloween?

Heute sind die Verkleidungsbräuche zu Halloween sehr unterschiedlich. So sind es keineswegs mehr nur gruselige Verkleidungen wie Monster, Geister oder Hexen, sondern genauso Superhelden, Polizei und Feuerwehr und vieles mehr.

Warum gibt es zu Halloween Kürbisse?

Der ausgehöhlte Kürbis zählt zu den wohl bekanntesten Halloween-Bräuchen, er wird auch als Jack O’Lantern bezeichnet. Der Brauch geht zurück auf die Gestalt des Jack Oldfield, der einen Pakt mit dem Teufel abschließt und fortan mit einer beleuchteten Rübe zwischen den Welten umherziehen muss. Schon in irischen Bräuchen war die leuchtende Rübe bekannt, in Nordamerika wurde sie jedoch durch den größeren und gängigeren Kürbis ersetzt. Verziert werden die Kürbisse traditionell mit gruseligen Grimassen, um böse Geister zu vertreiben.

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Hat Halloween selbst etwas mit der Kirche zu tun?

Halloween und die zeitgleich stattfindenden kirchlichen Feiertage stehen in Konflikt miteinander. Während Allerheiligen beispielsweise eigentlich als „stiller Feiertag“ zelebriert wird, stehen dem die lauten Partys am Abend entgegen. Da Halloween allerdings insbesondere bei jungen Menschen zu einem festen Ritual geworden ist, greifen viele Kirchengemeinden das Thema auf, um eine Brücke zu ihren Feiertagen zu schlagen.

Von MAZonline