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Brandenburg Brandenburg: Kritik an SPD-Minister für Windkraftpläne
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Brandenburg: Kritik an SPD-Minister für Windkraftpläne

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18:56 19.08.2021
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach erntet viel Kritik für seine Pläne zum Ausbau der Windkraft.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach erntet viel Kritik für seine Pläne zum Ausbau der Windkraft. Quelle: npr/mvd
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Potsdam

Die Pläne von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) zum Ausbau der Windkraft für mehr Öko-Strom stoßen auf Gegenwind - auch innerhalb der Koalition. Der Brandenburger CDU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Jens Koeppen, warf Steinbach am Donnerstag hilflosen Aktionismus vor. „Wer immer noch nicht begriffen hat, dass wir unseren Energiebedarf nicht annähernd allein aus heimischer Wind- und Solarenergie decken können, wird an der Energiewende scheitern“, teilte der Bundestagsabgeordnete mit. Wind und Sonne könnten nur ein Teil der Lösung sein. „So werden wir die Akzeptanz vieler Brandenburger für die Energiewende nicht zurückgewinnen.“

Ziel: Brandenburg bis 2045 klimaneutral

Der Wirtschaftsminister hatte angekündigt, er wolle in der Energiestrategie 2040 die Ausbauziele für Wind- und Solarenergie erhöhen. Das werde auch zu einer Erhöhung des prozentualen Flächenbedarfs für Windenergieanlagen führen, sagte er der „Märkischen Allgemeinen“. Als Ziel gab Steinbach an, Brandenburg bis 2045 klimaneutral zu machen - das heißt, dann sollen nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden wie gebunden werden können. Die Strategie soll bis zum Jahresende vorliegen.

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Der von SPD, CDU und Grünen 2019 vereinbarte Windkraftausbau bis 2030 wird laut Steinbach deutlich zu wenig sein. Die Leistung soll laut Koalitionsvertrag bis 2030 auf 10 500 Megawatt steigen. Brandenburg hatte Ende Juni eine Windkraftleistung von rund 7600 Megawatt, etwa so viel wie Nordrhein-Westfalen und Sachsen zusammen, wie aus Zahlen der Deutschen Windguard hervorgeht.

CDU sei in der Pflicht

Der Bundesverband Windenergie (BWE) sieht die Brandenburger CDU in der Pflicht. Jan Hinrich Glahr, Vorsitzender des BWE-Landesverbandes, betonte, die CDU bekenne sich auf Bundesebene zum 1,5-Grad-Ziel von Paris und kündige in ihrem Wahlprogramm einen deutlich schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien an. Der Brandenburger CDU-Spitzenkandidat Koeppen müsse sich erklären. „Steht er zum Wahlprogramm seiner Partei oder nicht.“ Brandenburg müsse mehr aus seinem Standortvorteil machen. „Energie hier gewinnen, hier umwandeln und hier nutzen.“

Die oppositionelle Landtagsfraktion von BVB/Freie Wähler verwies darauf, dass die Notwendigkeit neuer Reservekraftwerke wegen der Wetterabhängigkeit von Solar- und Windenergie außer Frage stehe. Ein Gutachten zur Energiestrategie 2040, das die Landesregierung in Auftrag gegeben habe, beantworte aber die Frage nach Standort und Leistung dieser Kraftwerke nicht.

Von RND/dpa