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Brandenburg Mehr als 300 Fälschungen von Corona-Impfnachweisen in Brandenburg
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Brandenburg: Mehr als 300 Fälschungen von Corona-Impfnachweisen

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07:49 15.01.2022
Beamte der Bereitschaftspolizei kontrollieren die Impfnachweise von Restaurantgästen während einer Corona-Kontrolle. Archivbild
Beamte der Bereitschaftspolizei kontrollieren die Impfnachweise von Restaurantgästen während einer Corona-Kontrolle. Archivbild Quelle: Ole Spata
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Potsdam

In Brandenburg sind inzwischen mehr als 300 Fälle von Corona-Impfnachweis-Fälschungen bei der Polizei bekanntgeworden. Von den insgesamt 336 erfassten Fällen seien bereits 243 aufgeklärt, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Potsdam. Dies entspreche einer Aufklärungsquote von rund 72 Prozent. In den weiteren Fällen liefen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen unvermindert fort. Insgesamt gingen die Zahlen erfasster Fälschungen von Impfnachweisen seit einigen Wochen zurück.

Ermittelt werde unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, des Ausstellens unrichtiger und der Fälschung von Gesundheitszeugnissen, sagte Herbst. Der gesetzlich vorgegebene Strafrahmen reiche dabei von Geldstrafen bis hin zu mehrjährigen Freiheitsstrafen.

Wie werden gefälschte Impf-Nachweise entdeckt?

Die erste Fälschung eines Impfnachweises sei in Brandenburg im März 2021 bei der Polizei bekannt geworden, sagte Herbst. Bis Juli habe die Zahl zwischen drei und sechs Fällen im Monat gelegen und sei danach auf 13 Fälle im August, 35 Fälle im September und 38 Fälle im Oktober angestiegen. Die bislang höchsten Zahlen seien mit 136 Fällen im November und 90 Fällen im Dezember erfasst worden. Im Januar seien bis zum Stichtag am Donnerstag fünf weitere Fälle hinzugekommen.

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Die überwiegende Mehrheit der gemeldeten Fälle sei durch aufmerksames Prüfen der Apothekerinnen und Apotheker im Land entdeckt worden, sagte Herbst: „Wer sich also mit einem gefälschten Impfpass einen digitalen Impfnachweis verschafft, muss damit rechnen, dass das entdeckt und konsequent verfolgt wird.“

Von RND/epd