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Brandenburg Nur wenig Patente aus Brandenburg
Brandenburg Nur wenig Patente aus Brandenburg
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15:27 11.04.2014
Das Tsunami-Frühwarnsystem wurde in Brandenburg erfunden. Quelle: dpa
Potsdam

Wie eine dpa-Umfrage ergab, werden Brandenburger Erfindungen heutzutage oft anderswo patentiert.

Von den 47 336 Patenten, die deutsche Firmen und Erfinder 2013 angemeldet haben, kamen 322 aus Brandenburg. Das sind 23 mehr als im Vorjahr, aber 40 weniger als 2008. Diesen Zahlen des Deutschen Patent- und Markenamtes zufolge machten Brandenburger Erfindungen im vergangenen Jahr 0,7 Prozent der deutschen Patenanmeldungen aus. Das ergibt 13 Anmeldungen pro 100 000 Einwohner - deutlich weniger als der bundesweite Schnitt von 59. Drei Viertel der Anmelder hatten ihren Sitz in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen.

Die meisten Patentanmeldungen kämen von großen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, berichtete Alexander Gallrein von der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB). Die Anmeldung erledigten meist die Muttergesellschaften der Unternehmen. Die Töchter könnten die Patente dann mit nutzen."Die meisten dieser Muttergesellschaften befinden sich im Westen Deutschlands", sagte Gallrein. So erkläre sich das Gefälle zwischen den Bundesländern. Im Raum Berlin-Brandenburg gebe es beispielsweise viele Fraunhofer-Institute, und deren zentrale Patentanmeldestelle sei in München.

Touchscreen, der Fingerabdrücke erkennt

Die ZAB kümmert sich in Brandenburg um die Innovationsförderung. Das Land Brandenburg und die Industrie- und Handelskammern sind unter anderen an ihr beteiligt. Zur ZAB gehört auch die Patentverwertungsagentur des Landes,"Brainshell". Nach Informationen des Brandenburger Wirtschaftsministeriums verfügt "Brainshell" jährlich über Mittel von Bund, Land und Hochschulen in Höhe von 560 000 Euro. Besonders gefördert werden die Bereiche Bio-Technologie, Informations- und Medientechnik, Energie- und Umwelttechnik sowie die physikalische Technik. Das entspreche den Bedürfnissen der Brandenburger Hochschulen, so Gallrein.

Drei Angehörige einer dieser Hochschulen haben im März den CEBIT Innovation Award for Visionary Concepts erhalten. Zusammen mit den Studenten Christian Holz und Sven Köhler hatte Patrick Baudisch, Leiter des Fachbereichs Human-Computer Interactions am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam,"Fiberio" entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Touchscreen, der auf der gesamten Oberfläche Fingerabdrücke erkennt. Er kann damit nur von befugten Nutzern bedient werden. Auf diese Erfindung habe die Branche gewartet, so Baudisch, da das klassische Login-Modell bei Computern und Mobilgeräten keinen Sinn mehr mache.

Auf die langwierige und kostspielige Patentanmeldung sei er nach sieben Jahren bei Microsoft Research vorbereitet gewesen, erzählte Baudisch. Mit etwa 50 000 Dollar müsse man alles in allem für ein internationales Patent rechnen, und das Anmeldeverfahren sei praktisch nie abgeschlossen. Erfinder müssten sich daher immer wieder neu überlegen, ob sie wirklich an ihr Patent glauben.

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