Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Ab Montag keine Präsenzpflicht mehr an Brandenburger Schulen– kein Anspruch auf Distanzunterricht
Brandenburg

Brandenburg: Präsenzpflicht an Schulen wird aufgehoben - diese Klassen sind betroffen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:46 27.11.2021
In vielen Klassenstufen fällt die Präsenzpflicht ab Montag weg.
In vielen Klassenstufen fällt die Präsenzpflicht ab Montag weg. Quelle: Annette Riedl/dpa
Anzeige
Potsdam

An den Brandenburger Schulen setzt ab Montag für die meisten Jahrgänge wieder die Präsenzpflicht aus. Das hatte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag im RBB-Inforadio angekündigt. Am Donnerstag informierte das Bildungsministerium dann über weitere Details.

Präsenzpflicht gilt weiter für Abschlussklassen

Für Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen gilt laut der Erklärung des Bildungsministeriums weiterhin die Präsenzpflicht. Das sind die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 der Primarstufe, 9 und 10, der gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufen 11, 12 und 13) sowie die Schülerinnen und Schüler der Oberstufenzentren (OSZ). Notwendige Klausuren und Leistungsbewertungen in der Sekundarstufe II seien durchzuführen, um die Bewertung des Kurshalbjahres sicherzustellen, „sodass den Schülerinnen und Schüler kein Nachteil bei der Zulassung zu den Abiturprüfungen entsteht.“

Kein Anspruch auf Distanzunterricht

Die Eltern von Kindern folgender Jahrgangsstufen können darüber entscheiden, ob ihr Kind am Präsenzunterricht in der Schule teilnimmt: Jahrgangsstufen 1 bis 5 der Primarstufe, der Jahrgangsstufen 7 und 8 der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen einschließlich der Jahrgangsstufen 5 und 6 der Leistungs- und Begabungsklassen sowie der Förderschulen.

Die Eltern bzw. Sorgeberechtigten geben gegenüber der Schule eine Erklärung über das Fernbleiben ihres Kindes vom Präsenzunterricht für mindestens eine (Schul-)Woche ab; einer Begründung bedarf es dafür nicht.

Das Fernbleiben wird als entschuldigtes Fehlen dokumentiert. Die Schulen sollen die Kinder und Jugendlichen am Anfang der Woche mit Lernaufgaben versorgen. Ein Anspruch auf Distanzunterricht besteht nicht.

Soll die Leistung bewertet werden? Darüber entscheiden Schulen

Die Schulen seien laut Bildungsministerium gebeten worden, für die Zeit bis zu den Weihnachtsferien nach pädagogischen Kriterien darüber zu entscheiden, ob auf die Leistungsbewertung insbesondere in der Primar- und der Sekundarstufe I – bei den Lerngruppen verzichtet wird, bei denen Schülerinnen und Schüler vom Präsenzunterricht fernbleiben. Die Schulen sind des Weiteren gebeten, die Zeit bis zu den Weihnachtsferien vorwiegend zum Üben und Wiederholen sowie zum Aufholen von Lernrückständen und zur Festigung von Lernstoff zu nutzen.

Ferienbeginn schon am Montag, 20. Dezember

Ernst bekräftigte, dass die Weihnachtsferien in diesem Jahr drei Tage früher beginnen sollen, nämlich schon am Montag, 20. Dezember. So könnten auch die Schulen einen Beitrag zur Kontaktreduktion leisten.

Das Gesundheitsministerium in Potsdam meldete für die Kalenderwoche 46 (13.-19. November) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1826 bei den 10- bis 15-Jährigen und von 1609 bei den 5- bis 9-Jährigen. Corona-Schutzimpfungen für Kinder bis 11 Jahren sind in Deutschland noch nicht zugelassen.

Britta Ernst sagte in dem Hörfunk-Interview, sie sehe auch die Erwachsenen in der Pflicht, durch eigene Impfungen die Situation für die Kinder zu entspannen. „Schulschließungen sollten nicht die Lösung sein.“

Von MAZonline