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Brandenburg Brandenburg: Wetterdienst warnt vor Starkregen in der Nacht
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Brandenburg Wetterdienst warnt vor Starkregen und Orkanböen in der Nacht

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17:35 13.07.2021
Ein Blitz leuchtet zwischen Windrädern im Windpark „Odervorland“ (Oder-Spree) in Ostbrandenburg. Aufnahme vom 29. Juni.
Ein Blitz leuchtet zwischen Windrädern im Windpark „Odervorland“ (Oder-Spree) in Ostbrandenburg. Aufnahme vom 29. Juni. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Potsdam

In vielen Regionen Deutschlands drohen in den nächsten Tagen Unwetter mit Starkregen – auch in Brandenburg. Bereits Dienstagnachmittag galten Unwetterwarnungen für Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg. Wegen Starkregens sei dort mit der Überflutung von Kellern und Straßen, mit Hochwasser in Bächen und Flüssen, mit Erdrutschen und örtlich auch mit Blitzschäden zu rechnen, hieß es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Rund um die Eifel war sogar die höchste Unwetterwarnstufe wegen extrem ergiebigen Dauerregens ausgerufen. 

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„Tiefdruckgebiete in Verbindung mit warmer und sehr feuchter Luft - das bedeutet im Sommer oft nichts Gutes“, erläuterte DWD-Meteorologe Felix Dietzsch. „Eine solche Wetterlage führt in der Regel zu anhaltenden und kräftigen Niederschlägen, die früher oder später das eine oder andere Fass zum Überlaufen bringen. So verhält es sich auch heute und in den kommenden Tagen“, erklärte er am Dienstag.

Tief „Bernd“ gewinnt im Osten an Kraft

Über Deutschland liege derzeit Tief „Bernd“, das sich im Laufe des Dienstags vor allem über der östlichen Hälfte Deutschlands verstärken sollte. Vom Nachmittag an entwickelten sich dann vor allem über Bayern und Thüringen schwere Gewitter.

„Diese formieren sich im Laufe des Abends allmählich zu einem linienförmigen Komplex und können heftigen Starkregen, Sturm- bzw. Orkanböen und großen Hagel bringen“, berichtete Dietzsch. „Im Laufe der Nacht zieht dieser Gewitterkomplex dann weiter nordwärts Richtung Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Vor allem überflutete Straßen und Keller sind in den betroffenen Gebieten zu erwarten.“ In der DWD-Karte sind die Südhälfte Brandenburgs einschließlich der Landeshauptstadt Potsdam und Berlin als potenzielle Unwettergebiete schraffiert.

Am Wochenende beruhigt sich das Wetter – es wird freundlich

Allzu große Hoffnung auf Besserung machte Dietzsch nicht: „Kräftiger Regen und Gewitter werden uns wohl noch bis mindestens Freitag begleiten. Erst zum Wochenende zeichnet sich von Nordwesten her eine zunehmende Wetterberuhigung ab. Dann wird es verbreitet freundlich bei angenehmen Sommertemperaturen um 25 bis 28 Grad.“

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Am Rhein in Köln haben kräftige Regenfälle den Wasserstand bereits deutlich steigen lassen. Im Stadtteil Deutz schwappte das Wasser am Dienstag auf die Uferpromenade. Der Pegelstand lag in Köln am Dienstagmittag bei 5,39 Metern - mit langsam steigender Tendenz, wie die Stadtentwässerungsbetriebe mitteilten. Von der sogenannten Hochwassermarke I (6,20 Meter) lag der Wasserstand damit aber noch ein Stück entfernt. Ab dieser Marke gelten erste Einschränkungen für den Schiffsverkehr.

Von MAZonline