Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Brandenburg hat so viele Babys wie noch nie
Brandenburg Brandenburg hat so viele Babys wie noch nie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:30 09.01.2017
Babyfüße, fotografiert in Bad Belzig. Quelle: Antje Skeide
Potsdam

Die Brandenburger haben wieder mehr Lust auf Kinder. Im vergangenen Jahr gingen die Geburtenzahlen im Land deutlich nach oben, wie eine Umfrage der MAZ unter den Geburtskliniken ergab. Fast alle Krankenhäuser verzeichneten einen Zuwachs, viele konnten Rekordwerte seit der Wende verbuchen.

So kamen 2016 im Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum 2096 Kinder zur Welt – ein Spitzenwert. „Das war seit 1990 das geburtenstärkste Jahr mit erstmalig wieder über 2000 Entbindungen“, sagt die Pressesprecherin des Klinikums, Damaris Hunsmann, auf Anfrage. Ähnlich sieht es in Brandenburg an der Havel aus. Das dortige Klinikum zählte erstmals mehr als 1000 Geburten. „So viele waren es seit der Wendezeit nicht“, sagt Chefarzt Peter Ledwon.

Lanie Grace hat das alte Jahr um 20 Minuten verpasst und ist das erste Neujahrsbaby im Potsdamer Bergmann-Klinikum. Quelle: Christel Köster

Erfreuliche Nachrichten auch aus den Ruppiner Kliniken in Neuruppin: 830 Kinder sind dort 2016 auf die Welt gekommen – ein Nachwenderekord, wie Sprecherin Verena Clasen bestätigt. „Die Zuwanderung ist ein Grund dafür, dass die Zahl der Geburten in unserem Krankenhaus gestiegen ist – aber nicht der einzige“, erklärt sie. Generell nehme die Geburtenziffer zu.

Rekord in den Ruppiner Kliniken

Ein „fruchtbares“ Jahr war 2016 auch im Havelland. An den Havelland Kliniken in Nauen und Rathenow gab es im vergangenen Jahr 758 Geburten und somit 90 mehr als im Vorjahr. „Schön, dass wieder mehr Menschen eine Familie gründen“, sagt Klinik-Sprecherin Babette Dietrich.

Rekord-Geburtenzahlen vermeldeten zudem das Klinikum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen und Lübben (1323), die Lausitz Klinik Forst (475) und das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (1129). Auch wenn eine offizielle Statistik noch aussteht, spricht doch alles dafür, dass die landesweiten Rekordzahlen von 2015 im vergangenen Jahr noch einmal übertroffen wurden.

Bevölkerungswissenschaftler begründen den Trend damit, dass es wieder mehr junge Menschen im Familiengründungsalter gibt. Die jungen Eltern von heute kamen zwischen 1981 und 1991 auf die Welt und sind die Kinder der sogenannten Babyboomer-Generation, der geburtenstarken Jahrgänge von Mitte der 1950er- bis Mitte der 1960er-Jahre. „Es handelt sich um einen kurzfristigen Anstieg der Geburten, aber keinen langfristigen Aufwärtstrend. Dazu müssten sich mehr Frauen entscheiden, mehr Kinder zu bekommen“ sagt Theresa Damm vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

Laut Prognosen wird die Bevölkerung in Brandenburg bis 2030 von derzeit 2,5 um rund 10 Prozent auf 2,25 Millionen Einwohner schrumpfen – vor allem die Randgebiete werden sich leeren. Neben der Abwanderung liegt das vor allem daran, dass es in der Mark nach wie vor weniger Geburten als Todesfälle gibt. Im Jahr 2015 kamen landesweit 19 112 Kinder zur Welt. Die Zahl der Verstorbenen lag laut Statistischem Landesamt bei 30 750. Eine amtliche Statistik für das Jahr 2016 liegt noch nicht vor.

Von Diana Bade

Heute rollen US-amerikanische Panzer auf ihrem Weg nach Polen durch Brandenburg. Die Linke hat für den Abend zu einer Demo gegen die Militäroperation „Atlantic Resolve“ am Truppenübungsplatz Lehnin (Potsdam-Mittelmark) aufgerufen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mahnt, die Gespräche mit Russland nicht abreißen zu lassen.

09.01.2017
Brandenburg Knutfest in Brandenburg - Brennende Bäume im ganzen Lande

Das Knutfest, aus Skandinavien stammend, findet zunehmend auch in Brandenburg seine Freunde. Gefeiert wurde unter anderem in Potsdam und Falkensee. Während es unseren nördlichen Nachbarn darum geht, die Bäume abzuschmücken und damit die Weihnachtszeit zu beenden, machen die Deutschen aus dem Knutfest eine praktische Angelegenheit.

08.01.2017

„Halte ihn fest in deiner Treue und lass uns nicht allein in unserem Kummer“: Am Sonnabend wurde Sebastian B., der bei dem Terroranschlag am 19. Dezember in Berlin getötet wurde, auf dem Friedhof in Ragösen (Potsdam-Mittelmark) beigesetzt.

08.01.2017