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Brandenburg Brandenburg ist bereit für mehr Flüchtlinge
Brandenburg Brandenburg ist bereit für mehr Flüchtlinge
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18:32 10.09.2013
Sozialminister Günter Baaske bei einem Besuch in einem Perleberger Asylbewerberheim. Quelle: dpa
Potsdam

Brandenburg kann laut Potsdamer Sozialministerium mehr als die vereinbarten 154 syrischen Flüchtlinge aufnehmen. „Bei Bedarf ist Brandenburg ebenso wie andere Bundesländer bereit, auch mehr Menschen aus Syrien aufzunehmen“, erklärte Sozialminister Günter Baaske (SPD) am Dienstag in Potsdam.

Außerdem teilte das Sozialministerium mit, welche Landkreise in Brandenburg die 154 syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen werden. Demnach sollen zwölf Personen nach Barnim kommen, 17 ins Havelland, 20 nach Oder-Spree, 18 nach Teltow-Fläming und 24 nach Potsdam-Mittelmark. Wo die Syrer genau wohnen werden, würden die Kreise gemeinsam mit den Kommunen entscheiden. 

Um den Menschen „die Eingewöhnung in die neue Umgebung zu erleichtern“, sollen sie an ihrem neuen Wohnort auch aktive Unterstützung erhalten, etwa bei Behördenwegen, der Schulanmeldung oder der Jobsuche. Dafür wolle die „Gesellschaft für Inklusion und Soziale Arbeit e. V.“ spezielle Betreuer einsetzen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Finanziert wird die Hilfe mit rund 24.000 Euro über Lottomittel des Sozialministeriums. 

Die 154 Menschen gehören zu den 5.000 Syrern, die von der Bundesrepublik aus Flüchtlingslagern aus dem Libanon und Jordanien direkt aufgenommen werden. Als sogenannte Kontingentflüchtlinge sind sie krankenversichert, erhalten eine Arbeitserlaubnis und haben Anspruch auf reguläre Sozialleistungen. Zudem dürfen sie sich in Deutschland frei bewegen. Der bundesweite Aufenthaltsstatus gelte vorerst für zwei Jahre. Die Kosten der Unterkunft tragen den Angaben zufolge zu knapp einem Drittel der Bund und gut zwei Drittel die Kommunen. 

Die ersten Flüchtlinge werden Ende September erwartet. Das Ministerium rechnet damit, dass sich die Aufnahme über mehrere Monate hinziehen wird.

epd

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