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Brandenburg Brandenburg nimmt 40 Jesiden auf
Brandenburg Brandenburg nimmt 40 Jesiden auf
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16:47 24.10.2017
Irakische Jesiden bauen ihre Tempel wieder auf, da diese vom IS zerstört wurden. Quelle: dpa
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Potsdam

Brandenburg will verfolgten Jesiden helfen. Das Kabinett beschloss am Dienstag, in einem ersten Schritt und in Absprache mit dem Bundesinnenministerium zunächst 40 jesidische Frauen und deren Kinder aufzunehmen, die Opfer von Kriegshandlungen im Irak oder des Terrorregimes IS wurden und sich bereits in Griechenland befinden.

Mahnwache vor der Potsdamer Staatskanzlei

Zudem will das Land Hilfe für Jesiden im Nordirak mitfinanzieren. In welcher Höhe, blieb zunächst unklar. Auf Bundesebene will Rot-Rot sich dafür stark machen, dass jesidische Frauen „in herausragenden Einzelfällen“ aus humanitären Gründen aufgenommen werden dürfen. Jesiden sind eine religiöse Minderheit, die unter anderem im Nordirak lebt, und von der Terrormiliz IS bedroht wird.

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Kritikern gehen die Regierungspläne nicht weit genug. CDU und Grüne hatten erklärt, dass die Aufnahme von so wenigen Jesiden aus Griechenland nicht ausreiche. Der Landtag hatte im vergangenen Dezember gefordert, dass Deutschland verfolgten Jesiden Schutz gewährt. Für diesen Mittwoch hat das Menschenrechtszentrum Cottbus zusammen mit dem Zentralrat der Jesiden in Deutschland zu einer Mahnwache vor der Potsdamer Staatskanzlei aufgerufen.

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