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Brandenburg Brandenburg will Corona-Erstimpfungen wegen Liefer-Engpass herunterfahren
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Brandenburg will Corona-Erstimpfungen in der kommenden Woche stoppen - wegen Lieferengpässen

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12:34 14.04.2021
Ein älterer Mann wird im Impfzentrum mit dem Impfstoff der Firma Astrazeneca geimpft.
Ein älterer Mann wird im Impfzentrum mit dem Impfstoff der Firma Astrazeneca geimpft. Quelle: Christopher Neundorf/dpa
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Potsdam

Wegen Engpässen bei der Lieferung von Impfstoffen könnten neue Termine für Erstimpfungen für Biontech und Moderna in Brandenburger Impfzentren in den nächsten Wochen auf Null gefahren werden. „Wir werden keine Erstimpfungstermine mehr herausgeben, um wenigstens – soweit es irgend geht – mit den vorhandenen Biontech- und Moderna-Dosen die Kompensation der Zweitimpfungen zu Astrazeneca durchhalten zu können“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch in einer Sitzung von Gesundheits- und Innenausschuss des Landtags. „Das wird so eng werden, dass wir nach Stand jetzt nicht unbedingt in der Lage sind, das zu erreichen.“

Das Ziel sei, die notwendigen Zweitimpfungen abzusichern, sagte der Minister. Nötig seien in den nächsten vier Wochen 62 000 Impfdosen von Biontech und Moderna. „Diesen Impfstoff haben wir derzeit leider nicht.“

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Stübgen fordert Erhöhung der zugesagten Mengen

Er forderte eine Erhöhung der zugesagten Mengen des Bundes. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich darauf geeinigt, dass Menschen unter 60 Jahren mit einer Erstimpfung mit Astrazeneca bei der Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen sollen.

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Hintergrund sind Verdachtsfälle auf eine Hirnvenen-Thrombose nach der Impfung mit Astrazeneca. Dazu komme, dass 6700 Impfdosen von Johnson & Johnson zunächst nicht nach Brandenburg ausgeliefert würden, sagte Stübgen. Wie beim Impfstoff von Astrazeneca waren auch bei Johnson & Johnson spezielle Thrombosen erfasst worden.

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Von RND/dpa