Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Brandenburg will mehr Hilfe für Schäfer vom Bund
Brandenburg Brandenburg will mehr Hilfe für Schäfer vom Bund
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:03 08.05.2019
Rund 50 Gotlandschafe grasen vor einem Gartenschlösschen. Quelle: Sven Braun/dpa
Potsdam

Brandenburg will bei den Umweltministern der Länder für mehr Geld für Schäfer beim Schutz vor dem Wolf werben. Einen entsprechenden Vorschlag will das Land auf der ab Mittwoch tagenden Umweltministerkonferenz in Hamburg einbringen.

Es gehe um die hundertprozentige Finanzierung des Unterhalts von Schutzeinrichtungen wie etwa Zäunen oder der Versorgung der Hütehunde, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums.

Nur ein Teil wird gefördert

Bislang wird in Brandenburg nur der Kauf der Hunde oder der Zäune gefördert. Seit Jahresanfang wurden in Brandenburg 74 Schafe gerissen. Im Vorjahr waren es insgesamt 235.

Das Geld soll nach Vorstellung des Ministeriums aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz zur Entwicklung ländlicher Räume kommen.

Die Summe, die dafür aus dem Fonds entnommen werde, müsse der Bund wieder aufstocken, sagte der Sprecher. Nach den Angaben zeichnet sich bereits eine breite Zustimmung zu dem Antrag unter den Ländern ab.

„Notwendiger Schritt“

„Das ist ein mehr als notwendiger Schritt“, sagte der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg, Knut Kucznik. Die Politik habe nun erkannt, welche Bedeutung die Weidetierhaltung für den Erhalt der Naturschutzgebiete im Land habe.

„Wenn nicht umgedacht wird, muss am Ende tief in die Tasche gegriffen werden, um Strafen der EU für nicht erfolgten Naturschutz zu bezahlen“, sagte er. Es könne nicht sein, dass die Schäfer auf den Kosten für den Schutz ihrer Herden vor dem Wolf sitzen bleiben.

Wer dafür sorge, dass der Wolf heimisch werde, müsse klar sagen, wer für die Kosten aufkomme. Nach Kuczniks Berechnungen muss bei den 75 Betrieben des Landesverbandes von Ausgaben in Höhe von 4,5 Millionen Euro ausgegangen werden.

Herdenschutzhunde kosten ab 5000 Euro

Ein ausgebildeter Französischer Pyrenäenberghund oder ein italienischer Maremmano-Abruzzese, der wirksam vor Wölfen schützen könne, koste zwischen 5000 und 7000 Euro, sagte der Schäfer. Dazu fielen noch zwischen 2500 Euro im Jahr pro Tier an: Tierarzt, Futter, Betreuung und später Sicherung des Lebensabends des Hundes, wenn er nicht mehr einsatzfähig sei.

Für präventive Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren wurden in Brandenburg zwischen 2008 und April 2019 rund 1,9 Millionen Euro Fördergelder gezahlt. Im ersten Quartal 2019 wurden 44 Anträge mit knapp 64 000 Euro gefördert.

Von RND/dpa/lin

Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer kann sich vorstellen, Medienangebote auf dem Land finanziell zu unterstützen. Darüber werde man in der nächsten Legislaturperiode reden müssen, sagte er bei der re:publica in Berlin.

10.05.2019

Wer regiert nach dem 1. September mit wem in Brandenburg? Die jüngste Äußerung des CDU-Vorsitzenden Ingo Senftleben sorgt für Aufregung und Kritik. Die SPD bekräftigte: Wir schließen nur eine Koalition mit der AfD aus.

07.05.2019

Es ist das Kultauto von Jägern und Förstern: der „4x4“ des russischen Herstellers. Dieser und andere Wagen werden vorläufig nicht mehr geliefert. Der Grund: Der CO2 –Ausstoß ist zu hoch.

07.05.2019