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Brandenburg Brandenburger Frauen verdienen mehr als Männer
Brandenburg Brandenburger Frauen verdienen mehr als Männer
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00:19 17.01.2018
Märkische Frauen werden besser bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Quelle: dpa
Potsdam

Brandenburgs Frauen haben in den vergangenen zehn Jahren beim Einkommen kräftig aufgeholt – und verdienen nun mehr als die Männer. Das geht aus Zahlen der Nürnberger Arbeitsagentur hervor. 2008 erhielten märkische Männer, die Vollzeit arbeiteten, im Mittel 1995 Euro pro Monat und damit 66 Euro mehr als ihre Kolleginnen. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: Frauen streichen mit 2501 Euro monatlich 127 Euro mehr ein als die Männer. Es ist damit der stärkste Lohnzuwachs in den ostdeutschen Bundesländern und zugleich die größte Lohndifferenz zugunsten der Frauen.

Plus von 468 Euro

Im Bundesschnitt haben Männer ein Gehaltsplus von 468 Euro im Monat. In Sachsen verdienen Frauen im Schnitt 57 Euro weniger im Monat. Im Westen ist Baden-Württemberg das Land, bei dem die Männer mit Abstand deutlich mehr Geld einstreichen. Dort erhalten Männer 775 Euro mehr.

Beim Deutschen Gewerkschaftsbund, der sich für ein Ende des sogenannten Gender Pay Gaps – der geschlechtsspezifischen Lohndifferenz – einsetzt, sorgen die Zahlen aus Brandenburg für Erstaunen. „Das ist ein überraschendes Ergebnis und nur schwer zu erklären“, sagte die DGB-Bezirksvorsitzende Doro Zink. Einerseits spiele der hohe Beschäftigungsgrad von Frauen, der noch aus der DDR-Zeit herrührt, eine wichtige Rolle. Auch der überproportional große Frauenanteil in der Verwaltung in Brandenburg trage wohl zu dem Ergebnis bei. „Eine Lohndifferenz aufgrund von Geschlechtern ist aber nie positiv, egal ob Männer oder Frauen davon profitieren“, sagte Zinke.

Regionale Wirtschaftsstruktur ist Hauptgrund

„Ein Hauptgrund dürfte die regionale Wirtschaftsstruktur sein“, sagte Johannes Wolf, Sprecher der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Arbeitsagentur. In Regionen mit einem hohen Anteil des verarbeitenden Gewerbes sei die Lohnspreizung größer als in Regionen mit einem hohen Anteil an Dienstleistungen. Außerdem sei das verarbeitende Gewerbe, in dem mehr Männer arbeiten und höhere Löhne gezahlt werden, in Ostdeutschland nicht so bedeutend.

Die Zahlen der Arbeitsagentur beruhen auf dem sogenannten Medianlohn. Damit ist der Lohn gemeint, der genau in der Mitte liegt, wenn man alle gezahlten Löhne nebeneinander legen würde. 50 Prozent der Arbeitnehmer verdienen also mehr, 50 Prozent verdienen weniger als dieser Wert. Dabei zeigen sich innerhalb Brandenburgs starke Unterschiede (siehe Karte). Die größte Lohndifferenz zugunsten der Männer gibt es in Spree-Neiße. Das liegt an den männlich dominierten, gut bezahlten Jobs im Bergbau.

Nur Vollzeitstellen berücksichtigt

Allerdings sind in der Statistik nur Vollzeitstellen berücksichtigt. Da der Anteil der Frauen, die in Teilzeit arbeiten, in Brandenburg besonders hoch ist, dürfte die Einkommensrealität in vielen märkischen Haushalten eine andere sein.

Von Torsten Gellner

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