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Brandenburg Schüler werden nicht pauschal versetzt: Landtag lehnt Verzicht auf Schulnoten in Brandenburg ab
Brandenburg

Brandenburger Landtag lehnt Verzicht auf Schulnoten ab: Schüler nicht pauschal versetzt

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17:28 19.05.2021
Auf Schulnoten will Brandenburg nicht verzichten.
Auf Schulnoten will Brandenburg nicht verzichten. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Potsdam

Der Brandenburger Landtag hat einen Verzicht auf Schulnoten bis zum Sommer und eine generelle Versetzung aller Schüler abgelehnt. Ein entsprechender Antrag der oppositionellen Linken fand im Landesparlament am Mittwoch keine Mehrheit. Damit wiesen die Abgeordneten auch die Forderung zurück, Lehrpläne in Mathe, Deutsch, Englisch und anderen Fächern zu reduzieren und außerschulische Bildungsangebote zu stärken.

„Für unsere Kinder herrscht seit mehr als einem Jahr Ausnahmezustand“, hatte die Linken-Bildungspolitikerin Kathrin Dannenberg den Antrag begründet. „Der Bildungszug fuhr weiter und nach und nach wurde ein Waggon abgehängt, insbesondere mit Kindern, die nicht in der erste Klasse sitzen.“ Mit dem Antrag wolle man den Druck von den Familien nehmen und für Motivation sorgen.

Wechselunterricht soll noch vor den Sommerferien enden

Dieses grundsätzliche Ziel trug die SPD-Abgeordnete Katja Poschmann mit. „Ja, Kinder und Jugendliche stärker unterstützen“, sagte sie. Dafür sei eine bessere Ausstattung notwendig. „Aber wir führen hier noch keine Haushaltsverhandlungen.“ Der CDU-Abgeordnete Gordon Hoffmann betonte: „Wir halten Noten und Zeugnisse für richtig.“ Sie böten eine klare Rückmeldung und Orientierung. Er setze auf das Fingerspitzengefühl und die Eigenverantwortung der Schulen.

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Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) bekräftigte, den Wechselunterricht möglichst noch vor den Sommerferien beenden zu wollen. „Wir haben darauf hingewirkt, dass die Schülerinnen und Schüler nicht mit Tests überfallen werden, wenn sie wieder in die Schulen kommen“, sagte Ernst. „Wir haben natürlich im Blick, dass die Pandemie psychosoziale Folgen für Kinder und Jugendliche hat“, fügte sie hinzu. Die Zahl der Klassenarbeiten sei halbiert worden.

Lernen nicht komplett verlernt

60 Millionen Euro aus dem Aktionsprogramm des Bundes flössen nach Brandenburg. So würden Ferienprogramme und Nachhilfe in den Kernfächern angeboten. „Wir müssen auch nicht so tun, als wenn Kinder und Jugendliche das Lernen komplett verlernt haben.“ Viele hätten sich wacker geschlagen.

Der Brandenburger Pädagogenverband kritisierte die Kommunikation des Bildungsministeriums über eine Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht. Lehrkräfte und Schüler hätten das erneut aus der Presse erfahren. „Diese Art von Kommunikation mit den Betroffenen kritisieren wir gemeinsam aufs Schärfste mit anderen Gewerkschaften, Verbänden und Mitwirkungsgremien schon seit über einem Jahr“, erklärte Präsident Hartmut Stäker am Mittwoch.

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Der Pädagogenverband unterstütze grundsätzlich eine Rückkehr zum Präsenzunterricht, aber unter bestimmten Voraussetzungen, betonte Stäker. Dazu gehöre unter anderem die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes und eine vernünftige Vorlaufzeit für die Schulen. Ein Problem sieht der Verband aber vor allem darin, dass noch nicht allen Lehrenden ein Impfangebot gemacht wurde. Zudem könnten in vielen Schulen in vollen Klassen nicht die Hygiene-und Abstandsregeln eingehalten werden. Ähnlich sieht es der Landesschülerrat.

Von RND/dpa