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Brandenburg Brandenburg wächst – aber der Babyboom ist vorbei
Brandenburg Brandenburg wächst – aber der Babyboom ist vorbei
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14:08 06.11.2019
Ein Bild, das in Brandenburg immer seltener zu sehen ist. Quelle: dpa
Potsdam

Brandenburg wächst weiter – und zwar langsam, aber stetig. Im ersten Halbjahr 2019 stieg die Einwohnerzahl der Mark um 4.283 Personen auf 2.516.200. Der Bevölkerungszuwachs ist allerdings ausschließlich auf Zuzug und Zuwanderung zurückzuführen, wie aus den aktuellen Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht.

Demnach ist der kleine Babyboom der vergangenen Jahre vorbei. Im ersten Halbjahr kamen in Brandenburg 9188 Kinder zur Welt. Das waren 524 Kinder weniger als noch in der ersten Jahreshälfte von 2018.

Zieht man die 15.988 Sterbefälle im ersten Halbjahr 2019 ab, ergibt sich nach Angaben der Statiker ein Geburtendefizit von 6.800 Personen. So viele Geburten wären also nötig gewesen, um die Einwohnerzahl ohne Zuzug stabil zu halten.

Es sterben deutlich mehr als geboren werden

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich gezeigt, dass der kurzfristige Anstieg der Geburtenzahlen nur vorübergehender Natur war. 2018 war das Jahr mit dem höchsten Geburtendefizit seit 1995. Auf 19.881 Geburten kamen 32.684 Sterbefälle. Es starben als etwa ein Drittel mehr als geboren wurden.

Vergangenes Jahr stachen die Potsdamer noch als besonders gebärfreudig hervor: Hier gab es 2018 noch einen Geburtenüberschuss. Nun aber weisen alle Landkreise und kreisfreien Städte ein Geburtendefizit auf. In Potsdam ist es mit minus 36 am kleinsten, in Oder-Spree mit minus 598 am größten.

Zuzug aus Berlin, dem Ausland und Bayern

Der Wanderungsgewinn von 11.119 Personen speist sich vor allem durch den Zuzug aus Berlin. Es kamen aus Berlin 7.559 Menschen mehr nach Brandenburg als umgekehrt Märker nach Berlin zogen. An zweiter Stelle folgte das Ausland mit einem Wanderungsplus von 3.337 Personen. Auch für Bayern ist die Mark offenbar zunehmen attraktiv. Aus dem südlichen Bundesland kamen mit großem Abstand die drittmeisten Menschen (plus 266).

Am meisten profitierte der Landkreis Potsdam-Mittelmark (1.508) von dem Zuzug. Nur Cottbus profitierte nicht: Der Lausitzstadt kehrten 234 Menschen mehr den Rücken als sich dort neu niederließen wollten.

Märker leben länger

Wie aus Zahlen des Statistikamtes außerdem hervorgeht, ist die Lebenserwartung der Brandenburger deutlich gestiegen. Neugeborene Mädchen werden im Schnitt 83,3 Jahre, neugeborene Jungs 77,8 Jahre alt. Damit entspricht die Lebenserwartung der märkischen Mädchen dem Bundesschnitt, während Jungs im Bundesschnitt 78,5 Jahre alt werden. Im Vergleich zur Nachwendezeit ist das ein deutlicher Zugewinn: Die Lebenserwartung von Jungs ist um 7,8 Jahre, die von Mädchen um 5,2 Jahre gegenüber den Jahren 1993/95 gestiegen.

Von Torsten Gellner

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