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Brandenburg Senftleben gegen Kandidatur von Ex-AfDler Königer auf CDU-Liste
Brandenburg Senftleben gegen Kandidatur von Ex-AfDler Königer auf CDU-Liste
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00:24 01.03.2019
Brandenburgs CDU-Landes- und Fraktionschef Ingo Senftleben. Quelle: Detlev Scheerbarth
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Potsdam

Der CDU-Vorsitzende in Brandenburg, Ingo Senftleben, hat sich grundsätzlich skeptisch zu Kandidaturen von einstigen AfD-Mitgliedern für Wahllisten der CDU geäußert.

„Wer für die CDU zur Wahl antritt, muss klar die Werte und Inhalte der Partei vertreten. Das gilt für heute, das gilt für morgen und das gilt natürlich auch für die Vergangenheit“, sagte Senftleben am Dienstag vor Journalisten in Potsdam.

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Keine Kandidatur

Zugleich begrüßte Senftleben, dass das frühere AfD-Mitglied Steffen Königer nun doch nicht als parteiloser Bewerber auf der CDU-Liste für den Kreistag Potsdam-Mittelmark kandidiert. Nach Druck von Ortsverbänden der CDU hatte der inzwischen fraktionslose Landtagsabgeordnete Königer auf eine Bewerbung verzichtet. Diese war von der Kreisvorsitzenden und Ex-Landeschefin Saskia Ludwig unterstützt worden.

Senftleben erinnerte daran, dass es Königer war, der als AfD-Landtagsabgeordneter für ein digitales Portal an Schulen geworben hatte, um Lehrer an den Pranger zu stellen. Damit habe Königer bewiesen, dass er nicht die Werte der Union vertrete, so Senftleben. „Ich habe auch nicht wahrgenommen, dass er sich davon distanziert hat.“

Nicht auf einer Liste mit Ex-AfD-Mitglied

Der CDU-Landeschef fügte hinzu, er hätte sich auch persönlich nicht vorstellen können, bei einer Wahl mit Königer auf einer Liste zu stehen. Nun sei die Entscheidung gefallen und damit alles geklärt.

Die Vorsitzende der CDU Treuenbrietzen, Anja Schmollack, hatte damit gedroht, dass die Kandidaten ihrer CDU die Kandidaturen auf der Liste für die Wahl zum Kreistag geschlossen zurückziehen würden, wenn es zu einer entsprechenden Nachnominierung von Königer komme. Auch die Ortsverbände aus Beelitz und Brück äußerten sich ähnlich.

Königer war im November vergangenen Jahres aus der AfD ausgetreten und hatte dies mit einem Rechtsruck der AfD begründet.

Von Igor Göldner

26.02.2019
26.02.2019