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Brandenburg CDU-Landeschef Stübgen nimmt AKK-Rückzug „mit Respekt“ zur Kenntnis
Brandenburg CDU-Landeschef Stübgen nimmt AKK-Rückzug „mit Respekt“ zur Kenntnis
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15:58 10.02.2020
CDU-Landeschef und Innenminister Michael Stübgen war vom Rückzug überrascht. Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
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Potsdam

Der Verzicht von Annegret Kramp-Karrenbauer auf Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz hat auch die brandenburgische CDU kalt erwischt. „Ich war überrascht“, sagte CDU-Landeschef Michael Stübgen am Montag vor Journalisten in Potsdam. Er nehme die Entscheidung aber „mit Respekt“ zur Kenntnis. Mit „AKK“ habe er stets vertrauensvoll zusammengearbeitet, hob Stübgen hervor, der seit November auch Innen- und Kommunalminister ist.

Er gehe nicht davon aus, dass die CDU nun in einen „Richtungskampf“ über das Verhältnis zur AfD gerate, sagte er und fügte hinzu: „Wenn wir als CDU noch alle Sinne beieinander haben.“ Eine große Volkspartei müsse in der Lage sein, unterschiedliche Auffassungen so zusammenführen, dass „wir gemeinsam für dieses Land weiter gut arbeiten können“.

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AfD-Umgang: Stübgen widerspricht Senftleben

Anders als Ingo Senftleben, sein Vorgänger als CDU-Landeschef, sieht Stübgen den Umgang mit der AfD im brandenburgischen Landesverband als geklärt an. Es gebe Parteitagsbeschlüsse auf Bundes- und Landesebene, die gelten würden. Es gebe keine Zusammenarbeit mit der AfD. „Wir haben da keine offene Frage.“

Senftleben hatte kürzlich im MAZ-Gespräch erklärt, dass der Umgang der eigenen Landespartei mit der AfD in Brandenburg „definitiv“ nicht geklärt sei. „Wir haben einen riesigen inneren Konflikt.“ Senftleben weiter: „Es gibt in der brandenburgischen CDU einige, die lieber heute als morgen mit der AfD zusammenarbeiten würden.“

Stübgen dagegen sagte, er kenne kein CDU-Mitglied im Land, dass wirklich eine Zusammenarbeit mit der AfD bevorzuge.

Nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich in Thüringen zum Ministerpräsidenten hatte ihm Stübgen gratuliert und musste einen Tag später zurückrudern.

„Ich werde nicht der Nachfolger werden“

Auf die Frage, wen er als Nachfolger von AKK favorisiere, sagt Stübgen lächelnd nur: „Ich werde nicht der Nachfolger werden.“

Der Generalsekretär der CDU Brandenburg, Gordon Hoffmann, sagte zum Rückzug von AKK, es gelte jetzt, Besonnenheit zu wahren und in einem geordneten Verfahren die Union für die nächsten Jahre gut aufzustellen.

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke aus der Prignitz sagte, der Rückzug sei ihr sicher nicht leicht gefallen. Er wünsche sich für eine zügige Neubesetzung des Parteivorsitzes und die Diskussion um die Kanzlerkandidatur eine sachliche, zukunftsorientierte Debatte, „die zeigt, dass die CDU gerade in diesen unruhigen politischen Zeiten geschlossen zusammensteht”.

Von Igor Göldner

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