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Brandenburg Linke nominiert Karawanskij einstimmig
Brandenburg Linke nominiert Karawanskij einstimmig
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19:50 14.09.2018
Susanna Karawanskij (Linke). Quelle: dpa
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Potsdam

Jetzt ist es auch offiziell: Die Linke in Brandenburg hat am Freitag die 38-jährige Politik- und Kulturwissenschaftlerin Susanna Karawanskij als neue Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsministerin vorgeschlagen. Die Abstimmung im Landesvorstand erfolgte einstimmig, wie Parteichefin Anja Mayer Anschluss sagte. Am kommenden Mittwoch soll Karawanskij von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ernannt und anschließend im Landtag vereidigt werden.

Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe in einem traditionsreichen Haus, sagte sie auf ihrer ersten Pressekonferenz als designierte Ministerin. Sie versprach, sich um die weitere Aufklärung des Pharma-Skandals um mutmaßlich gestohlene Medikamente zu kümmern, betonte sie. „Die Zeit drängt ja in gewisser Weise“, sagte sie. Ihr sei es jetzt vor allem wichtig, Sicherheit zu schaffen und Aufklärung zu betreiben. „Ich bin entschlossen, das anzupacken.“ Sie wolle die Ergebnisse des Abschlussberichts einer Expertengruppe umsetzen. Ihr gehe es vor allem darum, betroffene Patienten ausfindig zu machen und das Gespräch mit ihnen zu suchen.

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Sie tritt die Nachfolge von Diana Golze an, die im Zuge des Pharma-Skandals am 28. August ihren Rücktritt erklärt hatte. Karawanskij betonte, dass sie an die Arbeit von Golze anknüpfen wolle und nannte als Beispiel das Engagement gegen Kinderarmut sowie die Themen Pflege und Kampf gegen häusliche Gewalt.

Golze will ihren ehrenamtlichen Posten als eine von zwei Landesvorsitzenden der Linken behalten. Sie selbst nahm auch an der Vorstandssitzung zur Nominierung ihrer Nachfolgerin teil.

Neuer Staatssekretär soll der Linken-Politiker Andreas Büttner werden, der bis vor drei Jahren noch der FDP angehörte. Dort bekleidete er in Brandenburg verschiedene Posten. Er war Generalsekretär, Fraktionschef im Landtag, Vize-Parteichef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2014. Die bisherige Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt soll aus dem Amt entlassen werden.

Von Igor Göldner