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Brandenburg Woidke: Kein Regelbetrieb in Schulen vor August
Brandenburg Woidke: Kein Regelbetrieb in Schulen vor August
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12:16 28.05.2020
Nur jeder zweite Platz besetzt: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke glaubt, dass sich der Unterricht erst nach den Sommerferien wieder normal anfühlen kann. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
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Potsdam/Berlin

„Wir werden alles dafür tun, dass dann alle Kinder wieder regelmäßig in die Schule gehen können“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Donnerstagmorgen in einem Interview mit dem Inforadio des RBB. Wenn das derzeit noch nicht möglich sei, liege es etwa an den einzuhaltenden Abständen sowie an der Zahl der Klassenräume und der zur Verfügung stehenden Lehrer, erläuterte Woidke.

Es müssten zuvor auch noch Hygienekonzepte umgesetzt und Gespräche mit den Schulträgern geführt werden. „Wir sind da auf einem sehr, sehr guten Weg.“ Selbst im Regelbetrieb werde aber noch nicht alles wieder komplett normal sein können, betonte der Regierungschef.

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„Nicht so sprunghaft wie andere Bundesländer“

Woidke bekräftigte noch einmal seinen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise. So habe das Land bei den Eindämmungsverordnungen ganz bewusst einen Zwei-Wochen-Rhythmus gewählt, um die Menschen sich daran gewöhnen zu lassen und der Verwaltung genügend Zeit zur Umsetzung zu geben. „Deshalb sind wir nicht so sprunghaft vorgegangen wie andere Bundesländer.

In Brandenburg gelten die gegenwärtigen Kontaktbeschränkungen bis zum 15. Juni; Bund und Länder haben sich darauf verständigt, sie bis zum 29. Juni aufrechtzuerhalten. Spätestens Mitte Juni werde ein neues Online-Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Videoschalte stattfinden, kündigte Woidke an. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es da noch mal Änderungen gibt.“

Laut Woidke werden weiterhin Kontaktbeschränkungen und dringend ein gemeinsames Vorgehen mit der Bundesregierung gebraucht. „Ich denke, dass wir auch gut gefahren sind mit diesem gemeinsamen Kurs.“ Alle Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen stünden unter dem Leitsatz „Mehr Freiheit und mehr Verantwortung“. Dabei bedeute jede Lockerung ein höheres Risiko und auch die Möglichkeit, dass die Krankheit stärker zurückkomme - „das ist das, war alle vermeiden müssen“. Er sei allerdings „sehr sicher“, dass die Menschen verantwortlich mit den Lockerungen umgingen.

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Von RND/dpa