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Brandenburg Brandenburgs Polizei hat wieder eigene Wasserwerfer
Brandenburg Brandenburgs Polizei hat wieder eigene Wasserwerfer
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19:06 15.12.2016
Brandenburgs Polizei hat künftig zwei eigene Wasserwerfer.
Brandenburgs Polizei hat künftig zwei eigene Wasserwerfer. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Die Ausrüstungsoffensive in Brandenburg geht weiter. Nachdem die Polizeieinheiten in diesem Jahr viele neue Fahrzeuge, vor allem aber auch leistungsfähigere Schusswaffen bekommen haben, hat die märkische Polizei seit Donnerstag nun wieder zwei eigene Wasserwerfer. Die Beamten haben die beiden Fahrzeuge in Potsdam entgegengenommen, das bestätigte ein Polizeisprecher der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Fast pünktlich um 15 Uhr zur feierlichen, aber internen Übergabe, rollten die beiden Fahrzeuge auf das Gelände des Polizeipräsidiums in Potsdam.

>> WaWe 10: Die fahrende Festung

Dabei handelt es sich um einen Neuwagen vom Typ WaWe 10 und einen bereits gebrauchten Wasserwerfer. Zwar hatte die Landesregierung zwei geordert, doch angesichts der hohen Nachfrage nach gepanzerten Spritzenfahrzeugen kommt die Produktion nicht hinterher.

Wiederaufbau der Staffel länger im Gespräch

Das Innenministerium hatte bereits zu Beginn des Jahres einen möglichen Wiederaufbau einer Wasserwerferstaffel in Brandenburg diskutiert. Anlass dazu waren die zahlreichen Demonstrationen im Land – unter anderem die Pogida-Demos in Potsdam. Wie wichtig ein Wasserwerfer sein kann, soll sich in Neuruppin am 6. Juni 2015 gezeigt haben. Damals sah sich eine Hand voll Polizisten rund 100 teils gewaltbereiten Demonstranten gegenüber. Ein Hamburger Wasserwerfer entschärfte seinerzeit die Situation – „daher sprechen „gute fachliche Gründe dafür“, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker Anfang des Jahres. Die eigene Staffel hatte das Land 2012 aus Kostengründen aufgegeben und die Spritzfahrzeuge an den Bund zurückgegeben. Seither wurden die Fahrzeuge lediglich ausgeliehen.

WaWe fährt auf das Gelände der Polizei in Potsdam. Quelle: Julian Stähle

Die mächtigen Fahrzeuge können bis zu 65 Meter weit spritzen, aber auch nur feinen Nebel – eine sogenannte Wasserwand – erzeugen. Ein Wasserwerfer kostet rund eine Million Euro. Allerdings ist die Anschaffung für das Land kostenneutral: Der Bund stellt die schweren Geräte bereit. Zunächst müssen nun die Mannschaften ausgebildet werden, denn die Fahrzeuge stecken voller Elektronik.

Von MAZonline

26.07.2017