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Brandenburg Schülervertreter sehen Öffnung der weiterführenden Schulen kritisch
Brandenburg

Brandenburgs Schülervertreter sehen Öffnung weiterführender Schulen kritisch

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20:02 25.04.2021
Der Landesschülerrat Brandenburg kritisiert, dass demnächst Wechselunterricht an weiterführenden Schulen für alle Schüler stattfinden soll.
Der Landesschülerrat Brandenburg kritisiert, dass demnächst Wechselunterricht an weiterführenden Schulen für alle Schüler stattfinden soll. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Potsdam

Der Landesschülerrat in Brandenburg sieht die Öffnung der weiterführenden Schulen am 3. Mai wegen des hohen Corona-Infektionsgeschehen kritisch. «Nicht alle unserer Vertreter können da mitgehen», sagte die Vorsitzende Katharina Swinka am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Für Abschlussklassen sei ein Wechselmodell bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 angemessen. Für alle weiteren Schülerinnen und Schüler sei dieser Wert zu hoch - es gebe zu viele Klassen. Die Gesundheit gehe vor.

Auf der anderen Seite müsse immer abgewogen werden, wie wichtig Bildung sei, sagte Swinka. «Wir haben festgestellt, dass im Homeoffice Bildung nicht richtig vermittelt werden kann». Die Klassen seien seit Dezember im Homeoffice, den meisten Schülern falle mittlerweile die «Decke auf den Kopf», schätzte sie ein.

Ab dem 3. Mai werden bis zu einem Inzidenzwert von 165 alle Schülerinnen und Schüler in Brandenburg im Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht unterrichtet. Auch die Jahrgangsstufen 9 und die Jahrgangsstufe 10 der Ober- und Gesamtschulen sowie der Förderschulen und die künftigen Abiturstufen erhalten Wechselunterricht.

Werden in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb der letzten sieben Tage pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr als 165 Neuinfektionen für drei Tage ununterbrochen registriert, müssen alle Schulen ab dem übernächsten Tag in den Distanzunterricht, wie das Bildungsministerium am Sonntag in einer Mitteilung aufführte. Ausgenommen sind demnach die aktuellen und künftigen Abschlussklassen sowie Förderschulen für geistige Entwicklung. Diese Einschränkungen gelten so lange, bis an fünf Werktagen in Folge die Inzidenz von 165 unterschritten ist.

Swinka forderte, dass wie auch an den Grundschulen für weiterführende Schulen das Vorhandensein von Selbsttests sichergestellt werden müsse. Die Testungen müssten dann an den Wechselunterricht angepasst werden, der entweder wochen -oder tageweise an den Schulen stattfinde. «Klar muss sein: Wenn keine Tests vorhanden sind werden die Schulen nicht geöffnet».

Die Schülervertreterin appellierte an die Lehrkräfte, Leistungskontrollen wegen der Benotung nicht gleich auf die erste Woche zu legen. Das würde die Schüler zusätzlich überfordern. Alle müssten sich mental erstmal wieder an andere Bedingungen gewöhnen.