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Brandenburg Brandstifter Maik Schneider und Komplizen müssen 2,9 Millionen Schadenersatz zahlen
Brandenburg

Brandstifter Maik Schneider muss 2,9 Millionen Schadenersatz zahlen

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12:15 24.08.2021
Mitte August hatte das Landgericht Schneider zu einer Haftstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt.
Mitte August hatte das Landgericht Schneider zu einer Haftstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt. Quelle: Julian Stähle/Bernd Settnik/dpa
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Potsdam

Der ehemalige NPD-Kommunalpolitiker Maik Schneider und zwei Komplizen sind nach der Brandstiftung an einer Sporthalle im brandenburgischen Nauen (Havelland) 2015 zu Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt worden. Die Summe in Höhe von 2.891.184,99 Euro muss an die Ostdeutsche Kommunalversicherung als Klägerin gezahlt werden.

Die drei Brandstifter müssen 30 Jahre lang zahlen

Das Potsdamer Landgericht erklärte am Dienstag, es stehe fest, dass die Beklagten die Turnhalle angezündet hätten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Revision ist noch möglich. In den kommenden 30 Jahren kann die Forderung des Versicherers vollstreckt werden. Es ging um eine Summe von rund drei Millionen Euro, die der klagende Gebäudeversicherer fordert.

Schneider und zwei Mittäter hatten am 24. August 2015 die Turnhalle in Nauen (Landkreis Havelland), die als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen war, in Brand gesetzt. Die leere Halle brannte komplett nieder.

Einer der Mittäter wollte 10 000 Euro in monatlichen Raten von 50 Euro zahlen. Das Angebot lehnte der Versicherer ab.

Mitte August hatte das Landgericht Schneider zu einer Haftstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt. Es handelte sich um eine Gesamtstrafe für mehrere einzelne Taten, zu denen der 34-jährige Schneider zum ersten Mal bereits im Februar 2017 vom Landgericht verurteilt worden war.

Von RND/dpa