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Brandenburg Brückenabriss: A10 am Wochenende im Norden voll gesperrt
Brandenburg Brückenabriss: A10 am Wochenende im Norden voll gesperrt
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08:26 18.09.2019
Die Brücke bei Vehlefanz, die über die A10 geht, wird am Wochenende abgerissen, dazu wird die Autobahn gesperrt. Quelle: Enrico Kugler
Oberkrämer/Kremmen

Am kommenden Wochenende steht der Region die nächste große Sperrung der Autobahn bevor. Der nördliche Berliner Ring wird zwischen dem Dreieck Havelland und dem Kreuz Oranienburg voll gesperrt – von Freitag, 20. September, 22 Uhr, bis Montag, 23. September, 5 Uhr. Grund ist der Abriss der alten Brücke auf der Landesstraße 17 zwischen Vehlefanz und Eichstädt. Der Verkehr auf der L17 an der Anschlussstelle Oberkrämer wird dann schon über das neue Brückenbauwerk geleitet.

Es werden mehrere beschilderte Umleitungsstrecken eingerichtet. Der aus Richtung Hamburg (von der A24) kommende Verkehr in Richtung Prenzlau und Frankfurt (Oder) sowie in Richtung Berlin (A111) wird an der A24-Anschlussstelle Kremmen auf die L 170 in Richtung Staffelde und Kremmen geführt. Über Amalienfelde, Schwante und Germendorf geht es weiter zur B96 und dann weiter zum Kreuz Oranienburg. Der aus Richtung Dreieck Pankow kommende Verkehr in Richtung Hamburg/Rostock wird vom Kreuz Oranienburg aus auf dem selben Weg über Kremmen zurück geführt.

Wer aus Potsdam kommt, muss schon in Falkensee abfahren

Der aus Richtung Potsdam kommende Verkehr (vom westlichen Berliner Ring, A10) in Richtung Berlin (A111) wird bereits an der Anschlussstelle Falkensee abgeleitet und von dort über die Umleitungsstrecken U63 und U67 und die L201 und L16 über Wansdorf, Bötzow und weiter auf der L20 nach Velten und zur Anschlussstelle Hennigsdorf geleitet.

Auf der L17 zwischen Vehlefanz und Eichstädt wird der Verkehr bald auf die neue Brücke geführt. Quelle: Robert Roeske

Der aus Richtung Potsdam kommende Verkehr (westlicher Berliner Ring, A10) in Richtung Prenzlau/Frankfurt (Oder) wird ebenfalls schon an der Anschlussstelle Falkensee abgeleitet und von dort über die Umleitungsstrecken U63 und U65 und die L201 und L16 über die Orte Wansdorf, Bötzow und auf der L20 über Velten bis Borgsdorf zur Anschlussstelle Birkenwerder geleitet.

Vorsicht: Navis leiten nach Groß-Ziethen

Kritisch könnte die Situation in Groß-Ziethen werden. Zwar liegt der Kremmener Ortsteil gar nicht auf einer der Umleitungsstrecken. Aber Autofahrer, die auf der A24 bei Kremmen die Autobahn verlassen müssen und sich nicht auf Schilder, sondern auf das Navigationsgerät verlassen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in Staffelde auf die L17 in Richtung Groß-Ziethen geleitet. Die Straße ist innerorts zwar seit einiger zeit glatt, aber insbesondere am Ortsein und -ausgang ist die Straße sehr eng.

„Das werden wir sehen, wie es am Wochenende läuft“, sagte Groß-Ziethens Ortsvorsteherin Astrid Braun am Dienstag. „Wir werden das Ganze beobachten.“ Wie sie sagt, seien die Bewohner es gewöhnt, dass das Verkehrsaufkommen steigt, sobald es auf der Autobahn einen Unfall oder eine Sperrung gibt. „Ein Unfall, und es geht hier alles durch“, so die Ortschefin. „Da kann man dann davon ausgehen, dass wir nicht über die Straße kommen.“ Zudem beobachte sie, dass viele Autofahrer recht aggressiv und mit hoher Geschwindigkeit durchs Dorf rollen, weil sie von der Situation so genervt seien. Dennoch denke man im Ort nicht daran, Blockaden aufzustellen. „Das wäre übertrieben, die offizielle Umleitung geht ja außen rum.“

Der Verkehr wird über Kremmen und Schwante geleitet, andererseits über Bötzow und Velten. Quelle: Havellandautobahn

Das Unbehagen von Bötzow

Auch in Bötzow sorgt die geplante Umleitung für Unbehagen. Denn die Umleitung der Autobahn muss wegen der Brückenbaustelle wiederum umgeleitet werden – somit müssen die Autobahnnutzer mitten durch das Dorf. Ortsvorsteherin Mandy Krenz sagte am Dienstag: „Aber das ist ja bloß über das Wochenende, anders geht es auch nicht, die müssen die Autobahn ja fertig bekommen.“ Es werde ein bisschen voller am Wochenende in Bötzow. Sie gehe davon aus, dass bis Montagfrüh die Sperrung aufgehoben und der morgendliche Schulverkehr nicht beeinträchtigt werde.

Von Robert Tiesler

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