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Brandenburg Buch im Faktencheck: Baerbock stolpert über „Berlin-Ludwigsfelde“
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Buch im Faktencheck der "taz": Baerbock stolpert über "Berlin-Ludwigsfelde"

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16:34 10.07.2021
Die Kanzlerkandidatin der Grünen ist vermehrt in Kritik geraten.
Die Kanzlerkandidatin der Grünen ist vermehrt in Kritik geraten. Quelle: Kay Nietfeld / dpa
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Annalena Baerbock steht wegen Plagiatsvorwürfen zu ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ in der Kritik. Weitere Plagiate hat Matthias Fink, der als Korrektor für die Tageszeitung „taz“ arbeitet, zwar nicht gefunden. Doch er überprüfte das Buch neben sprachlichen Mängeln auch auf Fakten und stieß dabei auf einige Fehler. Die „taz am wochenende“ stellte die Analyse in ihrer Wochenendausgabe unter dem Thema „Jetzt mit Fakten“ gesammelt vor.

In Baerbocks Buch gehört Ludwigsfelde zu Berlin

Ein für Baerbock vermutlich besonders unangenehmer Fehler: Auf Seite 92 des Buches der Grünen-Kanzlerkandidatin hieße es zum Beispiel: „Als ich im Herbst 2020 zu Gast beim Triebwerksunternehmen MTU Aero Engines in Berlin-Ludwigsfelde war [...]“. Das klingt danach, als sei Ludwigsfelde ein Teil von Berlin. Die „taz“ stellt es in ihrem Faktencheck richtig: „Ludwigsfelde ist eine selbstständige Stadt in Brandenburg, es gehört nicht zu Berlin. Es gehört zu dem Bundestagswahlkreis 61, in dem Baerbock kandidiert.“

Der Journalist und Publizist Deniz Yücel nimmt den Faktencheck zum Anlass und reagiert auf Twitter auch auf den geographischen Fehler. Er frage sich nicht mehr, ob die Kanzlerkandidatin der Grünen ihr Buch selbst geschrieben, sondern ob sie es überhaupt gelesen habe, twittert er.

Baerbock war Ende Juni in die Kritik geraten. Ihr wird vorgeworfen, in ihrem neuen Buch Textstellen aus anderen Veröffentlichungen übernommen zu haben, ohne diese als solche zu kennzeichnen.

Von MAZ Online