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Brandenburg Hier wird am Sonntag in Brandenburg gewählt
Brandenburg Hier wird am Sonntag in Brandenburg gewählt
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00:34 25.04.2018
Symbolbild: In sechs der 14 Landkreisen von Brandenburg werden am Sonntag neue Landräte gewählt. Außerdem finden Bürgermeisterwahlen statt. Quelle: dpa
Potsdam

In sechs der 14 Landkreise von Brandenburg können an diesem Sonntag neue Landräte gewählt werden. Wir geben eine Übersicht, wo gewählt wird und welche Kandidaten antreten.

Ostprignitz-Ruppin

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Norden ist mit rund 100.000 Einwohnern der zweitkleinste Kreis im Land Brandenburg. Vor allem die Kreisstadt Neuruppin als Geburtsort von Theodor Fontane dürfte im kommenden Jahr auch über das Land hinaus für Aufmerksamkeit im Fontanejahr sorgen. 2010 war Ralf Reinhardt vom Kreistag zum Landrat gewählt worden, nachdem er in der Stichwahl nicht das Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten erhalten hatte. Damals war er als parteiloser Kandidat angetreten, heute gehört er zur SPD und hofft auf eine zweite Amtszeit. Herausgefordert wird er unter anderem vom Chef des Kreisbauernverbandes, Sven Deter, der von der CDU ins Rennen geschickt wird. Insgesamt gibt es fünf Kandidaten. Wahlkampfthema ist in der ländlich geprägten Region unter anderem die Bahnanbindung nach Berlin.

Alles Wichtige zur Wahl finden Sie in unserer Zusammenfassung

Elbe-Elster

Im südwestlichen Brandenburg liegt der Elbe-Elster-Kreis mit etwas mehr als 100 000 Einwohnern. Aus der Wirtschaft wird immer wieder moniert, dass durch den Landkreis keine Autobahn verläuft und Transportwege lang sind. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (53, CDU) tritt bei der Wahl wieder an. Er hat zwei Konkurrenten: Die Landtagsabgeordnete Iris Schülzke (parteilos) als Einzelbewerberin und Peter Holger Drenske, den die AfD ins Rennen schickt. Er bewarb sich bereits bei der Bundestagswahl als AfD-Direktkandidat und landete mit knapp 25 Prozent auf dem zweiten Platz hinter Michael Stübgen (CDU, knapp 30 Prozent). Schülzke und Heinrich-Jaschinski waren bereits bei der vergangenen Landratswahl gegeneinander angetreten. In einer Stichwahl hatte sich zwar Schülzke durchgesetzt, allerdings verpasste sie das notwendige Quorum von 15 Prozent aller Wahlberechtigten-Stimmen. Der Kreistag wählte schließlich ihren Gegner zum Landrat.

Spree-Neiße

Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) will in seinem Amt bleiben. Der 62-Jährige hat drei Gegenkandidaten: Den Ersten Beigeordneten des Landkreises, Hermann Kostrewa (SPD), sowie Matthias Loehr (Linke) und Steffen Kubitzki (AfD), der auch Kreisvorstand seiner Partei ist. Rund 101.000 Wahlberechtigte können ihre Stimme abgeben, wie die Wahlleitung mitteilte. Der Spree-Neiße-Kreis rund um Cottbus grenzt an Polen und Sachsen. Es gibt viele länderübergreifende Verbindungen. Ständiges Thema in der Region ist der Strukturwandel durch die schwindende Bedeutung der Braunkohle. Im Spree-Neiße-Kreis liegen die beiden in Brandenburg aktiven Braunkohle-Gruben.

Oberspreewald-Lausitz

Wie in den beiden anderen südlichen Landkreisen will auch hier der Landrat im Amt bleiben. Siegurd Heinze (parteilos), der unter anderem für die CDU ins Rennen geht, kandidiert daher erneut. Die Kontrahenten des 56-Jährigen sind der AfD-Landtagsabgeordnete Sven Schröder und Matthias Mnich (Linke). Etwa 97.000 Wahlberechtigte gibt es in Oberspreewald-Lausitz. Heinze war bislang einer der wenigen Landräte, die nach einer Änderung des Ablaufs der Landratswahlen in Brandenburg ab dem Jahr 2010 direkt bei einer Stichwahl siegten. Häufig kam es nämlich vor, dass die nötige Stimmzahl fehlte und die Landräte nachträglich in den Kreistagen gewählt werden mussten.

Barnim

Auch im Landkreis Barnim mit knapp 180.000 Einwohnern bewerben sich fünf Kandidaten um den Landratsposten. Der bisherige Amtsinhaber Bodo Ihrke (SPD), Barnim-Landrat bereits seit 1993, tritt nicht wieder an. Dafür buhlen unter anderem der Bernauer Schuldirektor Othmar Nickel (CDU), der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Kurth und der frühere Linken-Landtagsabgeordnete Michael Luthardt aus Chorin, der jetzt für Bündnis 90/Die Grünen antritt, um die Stimmen der Wahlberechtigten.

Uckermark

Uckermark-Landrat Dietmar Schulze (SPD) will in einem der flächenmäßig größten Landkreise Deutschlands im Amt bleiben, das er seit acht Jahren inne hat. Zunächst sah es so aus, als wäre es für den 65-jährigen Ex-Staatssekretär im Landes-Agrarministerium in Brandenburgs Norden ein Durchmarsch im Alleingang. Konkurrenz um den Posten machen ihm jedoch inzwischen Karina Dörk von der CDU, bis 2015 Beigeordnete und Vize-Landrätin in der Kreisverwaltung Uckermark unter Schulze, sowie der Schwedter Bankangestellte Torsten Gärtner, der für das Bündnis BVB/Freie Wähler antritt. Insgesamt sind in der Uckermark rund 104.600 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen.

Mehrere Bürgermeisterwahlen

Am Sonntag stehen jedoch nicht nur die Landratswahlen an. In einigen Kommunen werden auch neue Bürgermeister gewählt. Darunter in Forst und Guben (Spree-Neiße). Beide Wahlen sind vorgezogen worden, eigentlich ist ein Bürgermeister acht Jahre im Amt.

Nachfolger für Brandenburgs jüngsten Bürgermeister gesucht

In der Kleinstadt Forst muss abgestimmt werden, weil sich der bisherige Amtschef Philipp Wesemann (SPD) im November 2017 zurückgezogen hat. Er hatte als 25-Jähriger als jüngster hauptamtlicher Bürgermeister Brandenburgs im Jahr 2015 die Amtsgeschäfte übernommen. Hintergrund seines Abgangs ist ein Bürgerentscheid, den die Stadtverordneten einleiten wollten. Die Bürger sollten über Wesemanns Abwahl entscheiden. Der Bürgermeister kam dem Entscheid aber zuvor und ging. Wesemann war davor schon länger krank, er konnte seine Amtsgeschäfte nicht mehr führen. Forst ist auch Wohnort von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Einstiger Bürgermeister von Guben starb im Dezember

In der Grenzstadt Guben wird auch über einen Bürgermeister abgestimmt. Die Stadt hatte im Sommer 2016 überregional Aufsehen erregt, weil der frühere Amtsinhaber Klaus-Dieter Hübner (FDP) trotz einer Verurteilung in einem Korruptionsprozess wiedergewählt worden war. Wegen der Vorstrafe wurde er allerdings gleich nach seiner Amtsannahme suspendiert. Im Dezember starb Hübner im Alter von 66 Jahren. Vize-Bürgermeister Fred Mahro (CDU), der in der Zwischenzeit die Amtsgeschäfte führte, ist einer der Kandidaten für die jetzige Wahl.

Von dpa, MAZonline

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