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Brandenburg Bürgermeisterwahl zum dritten Mal gescheitert
Brandenburg Bürgermeisterwahl zum dritten Mal gescheitert
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11:20 23.03.2018
Die Stadtverordneten von Lebus sollten am Abend ihren neuen Bürgermeister wählen. Quelle: dpa
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Lebus

Die Wahl eines Bürgermeisters in Lebus im Landkreis Märkisch-Oderland ist am Donnerstagabend auch im dritten Anlauf gescheitert. In der Stadtverordnetenversammlung der rund 3000 Einwohner zählenden Gemeinde hatte der Vorsitzende am Abend gesundheitliche Probleme, die Sitzung wurde daraufhin ohne eine Wahl abgebrochen.

Blick durch ein Fenster in den beleuchteten Saal des Kulturhauses, in dem zuvor die Stadtverordneten tagten. Quelle: dpa

Lebus hatte im vergangenen Jahr Aufsehen erregt, weil dort erstmals in Brandenburg ein Politiker der rechtspopulistischen AfD zum Bürgermeister gewählt worden war. Detlev Frye bekam auch Stimmen von CDU-Mitgliedern und Linken-Anhängern. Später stellte sich heraus, dass die Wahl ungültig war. Die Kommunalaufsicht bemängelte, dass die Wahl den Bürgern vorher nicht bekannt gemacht worden war. Ein zweiter Anlauf scheiterte, weil die Sitzung nicht beschlussfähig war.

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Detlev Frye bekam im ersten Wahlgang die meisten Stimmen, bliebt aber nur wenige Tage im Amt. Quelle: dpa

Neuer Kandidat – Vierter Anlauf

Nach Angaben der Wahlleiterin hatte sich am Donnerstagmittag ein Kandidat gemeldet, der für das Ehrenamt in Frage kommt. Daher werde es einen neuen Anlauf geben, das Datum stehe aber noch nicht fest.

Zuvor hatte sich niemand mehr für das Ehrenamt beworben, allerdings hätte in der Sitzung noch jeder Stadtverordnete antreten können. Der zunächst gewählte AfD-Politiker hatte offengelassen, ob er wieder antritt.

Die Neuwahl eines Bürgermeisters war notwendig geworfen, weil die frühere Bürgermeisterin und ihre Stellvertreterin das Handtuch geworfen hatten. Derzeit wird die Stadt weiter kommissarisch vom ältesten Lebuser Stadtverordneten Joachim Naumann (CDU) verwaltet.

Von MAZonline

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