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Brandenburg Märkische Firmen wollen immer weniger Bürgschaften
Brandenburg Märkische Firmen wollen immer weniger Bürgschaften
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14:27 12.02.2019
Das Gebäude der Bürgschaftsbank Brandenburg in Potsdam. Quelle: dpa
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Potsdam

In Brandenburg ist die Nachfrage nach Bürgschaften und gewerblichen Krediten durch Unternehmen und Existenzgründer überdurchschnittlich stark gesunken. Nach Angaben der Bürgschaftsbank Brandenburg wurden im zurückliegenden Jahr 21 Prozent weniger Bürgschaften ausgereicht. Insgesamt waren es 210 mit einem Volumen von 66 Millionen Euro. Als Gründe wurden die gute Konjunktur, niedrige Zinsen und weniger Unternehmensinsolvenzen genannt.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Miloš Stefanović, sagte, es handele sich um den größten Geschäftsrückgang seit Gründung der Bank 1991. „Das Geschäft wird immer schwieriger“, betonte Stefanović. Die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen sei gut, die Liquidität deutlich gewachsen und viele Unternehmen könnten ihr Projekte selbst finanzieren.

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Den größten Einbruch gab es im Kammerbezirk Potsdam, zu dem das westliche Brandenburg gehört. Die Zahl der ausgereichten Bürgschaften sank von 134 im Jahr 2017 auf 92. Das Volumen sank von 47 Millionen Euro auf 29 Millionen Euro.

Die privatwirtschaftlich geführte Bürgschaftsbank bietet Bürgschaften und Garantien für mittelständische Firmen und Existenzgründer bis 249 Mitarbeiter an. Diesen fehlt oft das nötige Eigenkapital für Investitionen sowie Kreditsicherheiten bei Banken. Land und Bund fungieren als Rückbürgen.

Von Igor Göldner

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