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Brandenburg CDU fordert Kulanz für Bus- und Bahnkunden wegen Corona-Krise
Brandenburg CDU fordert Kulanz für Bus- und Bahnkunden wegen Corona-Krise
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14:18 15.04.2020
Die CDU fordert vom Berliner Senat Kulanzregeln für Stammkunden, die wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht Bus, S- oder U-Bahn fahren. Quelle: Soeren Stache/zb/dpa
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Berlin

Die CDU fordert vom Berliner Senat Kulanzregeln für Stammkunden, die wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht Bus, S- oder U-Bahn fahren. „Ausgerechnet in der Corona-Krise fehlt es an Kundenfreundlichkeit“, kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Oliver Friederici, am Mittwoch. „Keine Kulanz für Monats- oder Jahreskartenbesitzer zu zeigen, ist eine Irrfahrt.

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Rot-Rot-Grün lässt Kunden seit Wochen für vertragliche Leistungen bezahlen, die nicht mehr erbracht werden.“ Das sei inakzeptabel. „Wir erwarten, dass unverzüglich Fahrgästen rückwirkende Kulanzangebote unterbreitet werden“, so Friederici.

Der FDP-Politiker Henner Schmidt äußerte Verständnis für solche Forderungen, die der Fahrgastverband Pro Bahn auch direkt an die Mitgliedsunternehmen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) gerichtet hatte. Verursacher der Situation seien allerdings nicht BVG oder S-Bahn, die trotz geringer Auslastung ein breites Abgebot aufrechterhielten und nicht zusätzlich finanziell belastet werden sollten. „Eine mögliche Kulanzregelung muss deshalb direkt vom Senat kommen.“

CDU forderte mehr Hygiene in Bus und Bahn

Der VBB, in dem Berliner und Brandenburger Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen sind, hatte Kulanzangebote für Inhaber von Jahresabos und Monatstickets in einem Schreiben an Pro Bahn abgelehnt. Die gültigen Tarifbestimmungen und Beförderungsbedingungen seien „weiterhin anzuwenden“.

Aus Sicht der FDP wären mehr Desinfektion der Fahrzeuge, eine Steuerung der Auslastung und eine Maskenpflicht im ÖPNV wichtiger als Erstattungen. Auch die CDU forderte mehr Hygiene in Bus und Bahn.

Von RND/dpa

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