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Brandenburg Landrat in Corona-Hotspot hofft auf Akzeptanz bei Beschränkungen
Brandenburg

Corona-Hotspot Oberspreewald-Lausitz: Landrat hofft auf Akzeptanz

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11:10 12.12.2020
ARCHIV - 07.12.2020, Brandenburg, Senftenberg: Das Ortseingangsschild der Universitätsstadt Senftenberg. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist derzeit Corona-Schwerpunkt in Brandenburg.
ARCHIV - 07.12.2020, Brandenburg, Senftenberg: Das Ortseingangsschild der Universitätsstadt Senftenberg. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist derzeit Corona-Schwerpunkt in Brandenburg. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
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Senftenberg

Im Südbrandenburger Corona-Hotspot Oberspreewald-Lausitz gelten von diesem Montag an drastische Corona-Einschränkungen - Landrat Siegurd Heinze (parteilos) hofft, dass die Auflagen weiter auf Verständnis stoßen. Erstaunlicherweise sei die Akzeptanz der Bürger noch hoch, dafür sei er dankbar, sagte er. „Andererseis ist es natürlich auch so, dass uns einige Bürger großes Unverständnis entgegenbringen, dass immer wieder etwas Neues geregelt wird (...)“, sagte Heinze der Deutschen Presse-Agentur.

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Der Landkreis bleibt mit rund 465 neuen Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Woche Corona-Schwerpunkt in Brandenburg. Im Kreis gelten bereits zwei Allgemeinverfügungen mit schärferen Maßnahmen, darunter nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 20 Uhr bis 5 Uhr ab kommenden Montag. Weiterführende Schulen bleiben ab Montag bis zum 8. Januar geschlossen. Ab 17. Dezember bleiben auch die Grundschulen und Kitas zu. Auf öffentlichen Plätzen gilt ein Alkoholverbot. Hochzeiten und Bestattungen sind bis auf zehn Personen begrenzt. In Krankenhäusern gilt ein Besuchsverbot. Patienten in Pflegeeinrichtungen dürfen höchstens einen Besucher täglich für maximal eine Stunde empfangen. Gottesdienste finden nicht statt - auch nicht zu Weihnachten.

Menschen sollen zuhause bleiben

Das öffentliche Leben sollte in den Abend-und Nachtstunden ein Stück weit eingestellt werden, erläuterte Heinze die Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen sollten zuhause bleiben. Auch Jugendliche sollten sich nicht in Gruppen treffen. Sportliche Betätigung draußen sei aber weiter möglich, ergänzte er und korrigierte damit eigene Aussagen, nach denen Joggen in dieser Zeit verboten sei.

Der Landkreis plant Heinze zufolge zunächst keine eigenen weiteren Schritte und hofft auf die landesweiten Corona-Maßnahmen, die noch beschlossen werden sollen. „Wir schauen, was das Land macht. Ist das ausreichend und entspricht das unseren Vorstellungen?“ Sollten die Regeln nicht ausreichen, werde nachgeschärft, so der Landrat.

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Die Ordnungsämter kontrollierten mit Unterstützung der Polizei die Corona-Maßnahmen. „Wir werden die Schlagzahl aber noch erhöhen müssen und die Kontrollen bis zum Weihnachtfest durchführen“, sagte Heinze. Die Prävention stehe aber vor Strafmaßnahmen. Der Landkreis hat 110.000 Einwohner.

Die hohe Inzidenzzahl im Landkreis führt Heinze auch auf die Nähe zu Sachsen zurück. In den nördlichen Landkreisen seien die Infektionszahlen sehr hoch. „Wir können es uns nur so erklären, dass sich das Virus (...)über Sachsen nach Südbrandenburg ausgebreitet hat“, sagte Heinze. Ursache seien unter anderem die Pendlerströme, die wirtschaftlichen Beziehungen zum Nachbarbundesland und der Tourismus vor dem zweiten Lockdown.

Von dpa