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Brandenburg Corona in Brandenburg: Diese Artikel sollten Sie gelesen haben
Brandenburg Corona in Brandenburg: Diese Artikel sollten Sie gelesen haben
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14:49 07.04.2020
Ein Plakat, das unter einem Fenster eines Berliner Wohnhauses hängt, fordert mit der Aufschrift “stay home, stay healthy“ auf, Zuhause und gesund zu bleiben. Quelle: Britta Pedersen/dpa
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Potsdam

Von Fallzahlen über die wichtigsten Nachrichten aus den Landkreisen bis hin zu unseren Reportagen über das Leben der Brandenburger mit dem Coronavirus: Hier haben wir für Sie unsere wichtigsten MAZ-Artikel rund um die Epidemie in Brandenburg zusammengefasst.

Immer auf dem Laufenden

Auf MAZ-online halten wir Sie den ganzen Tag über den aktuellen Stand zum Coronavirus in Brandenburg auf dem Laufenden, präsentieren Ihnen die aktuellen Zahlen der bestätigten Infektionen und informieren Sie unter anderem mit unserem Liveblog, welche Auswirkungen das Coronavirus auf das Leben in Brandenburg und Berlin hat. Zudem können Sie sich einmal am Tag von unserem Corona-Newsletter auf den neuesten Stand bringen lassen.

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Land Brandenburg

Das Coronavirus entscheidet nicht nur über Krankheit und Gesundheit, es schränkt wegen immer neuer Vorsichtsmaßnahmen auch unser öffentliches und privates Leben ein oder ändert etwa unsere Einkaufsgewohnheiten, wenn im Supermarkt plötzlich über Wochen Klopapier Mangelware ist. Ein Überblick über aktuelle Hintergrundgeschichten aus Brandenburg:

Potsdam

Auch Brandenburgs Landeshauptstadt ist von der Ausbreitung des Coronavirus unmittelbar betroffen. Die Zahl der Infizierten ist zuletzt sprunghaft angestiegen, in den Krankenhäusern werden immer mehr Corona-Patienten behandelt. Es gibt mehr als 20 Tote.

Wegen zuletzt steigender Corona-Infektionszahlen innerhalb des Hauses nimmt das Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum vorerst keine neuen Patienten auf. Auch Verlegungen soll es vorerst nicht mehr geben. „Ich habe entschieden, alle stationären Aufnahmen zu untersagen“, erklärte Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Mittwochnachmittag. Dies soll bis zur endgültigen Abklärung des aktuellen Infektionsgeschehens gelten. Lediglich „unabweisbare Notfälle“ und Frauen zur Entbindung werden noch aufgenommen. Am Freitag ist ein Team des Robert-Koch-Instituts eingetroffen, das bei der Bewältigung der Krise helfen soll. Aktuell gibt es in der Stadt mehr als 250 Infizierte.

>>> Was bedeutet das für Patienten? Alle Fragen und Antworten finden Sie hier

Seit Tagen gibt es zudem Verunsicherung bei werdenden Eltern in der Stadt: Die Frauen dürfen keine Begleitung mehr in den Kreißsaal mitbringen. Jetzt haben die beiden Geburtskliniken diese Maßnahme bekräftigt. Jetzt wollen Eltern mit einer Petition gegen das Verbot ein Umdenken bei den Verantwortlichen erreichen. Immer mehr hochschwangere Frauen melden sich derweil bei den Potsdamer Kliniken ab und für die Geburt in Krankenhäusern an, in denen eine Begleitung mit in den Kreißsaal darf.

Aufatmen können die Eltern zumindest, weil sie für die Zeit der Schließungen keine Kita- oder Hortgebühren zahlen müssen. Das gab die Stadt Potsdam bekannt.

Über die Frage vieler Mütter und Väter, welche Informationen über die Corona-Pandemie für Kinder zumutbar sind, hat die MAZ mit einem Psychologen gesprochen. 

Heftige Folgen hat die Ausbreitung des Coronavirus auch auf die Potsdamer Filmemacher in Babelsberg. Vom Abbruch der Hollywood-Drehs für „Matrix 4“ und „Uncharted“ ist nicht nur die Studio Babelsberg AG betroffen. Hunderte Filmschaffende wurden kurzerhand entlassen, behauptet die neugegründete Brancheninitiative „Wir sind Babelsberg“. Sie fordern Hilfe von der Bundesregierung, der Arbeitsagentur und dem Studio selbst.

Vier Potsdamer, die von der Krise ganz unterschiedlich betroffen sind, haben uns von ihrem Corona-Alltag berichtet: So erleben Potsdamer die Corona-Krise: vier Protokolle. Und auch zwei Jugendliche erzählen, wie die Corona-Krise sich auf ihren Alltag auswirkt.

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Potsdams OB Mike Schubert hat kein Verständnis für sogenannte Coronapartys. Quelle: Bernd Gartenschläger

Ostprignitz-Ruppin

Der Rheinsberger Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat weitreichende Folgen: Dreiviertel der Rathausmitarbeiter befinden sich nun in Isolation, darunter drei von vier Amtsleitern.

Im Kreis Ostprignitz-Ruppin mussten in der Stadt Neustadt/Dosse und Umgebung müssen Schätzungen zufolge rund 2250 Menschen in häuslicher Quarantäne ausharren – Hintergrund war ein bestätigter Corona-Fall in Neustadt, in dessen Folge auch drei Mitarbeiter des Haupt- und Landgestütes Neustadt unter Corona-Verdacht gerieten. Die Folge: Ausnahmezustand in der Stadt. Inzwischen hat das Virus auch die Stadt Kyritz erreicht.

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin machte mit Wirkung vom 26. März seine Grenzen für Touristen dicht. Urlauber und Wochenendausflügler müssen draußen bleiben. Nachdem dies zunächst auch für Menschen galt, die sich schon länger an ihrem Zweitwohnsitz im Landkreis aufgehalten hatten, ist Landrat Ralf Reinhardt etwas zurück gerudert. Inzwischen musste sich da Potsdamer Verwaltungsgericht mit dem Fall befassen. Zwei Berliner mit Zweitwohnsitz in Ostprignitz-Ruppin hatten geklagt – und Recht bekommen. Das Urteil will der Landkreis aber nicht akzeptieren.

Doch es gibt auch Mut machende Beispiele von großer Hilfsbereitschaft, zum Beispiel das Projekt „Diakomma“ in Kyritz. Auch Neuruppiner bieten Hilfe während der Corona-Krise an.

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Abstand halten ist in Corona-Zeiten wichtig: Revierpolizistin Manuela Hennig und Ordnungsamtsmitarbeiterin Silvia Strücker bei einem Kontrollgang auf dem Marktplatz in Wittstock. Quelle: Björn Wagener

Oberhavel

Den ersten bestätigten Coronavirus-Fall in Brandenburg gab es im Kreis Oberhavel. Betroffen war ein Mann, der gerade aus dem Italienurlaub heimgekehrt war. In der Folge wurden auch die Kontaktpersonen des 51-Jährigen aus Hohen Neuendorf unter Quarantäne gestellt.

Zuletzt war die Zahl der Infizierten im Kreis wieder gestiegen. Auch den ersten Todesfall im Land Brandenburg gab es in Oberhavel. Ein 81 Jahre alter Mann ist gestorben.

In Hohen Neuendorf können sich Patienten mit Coronaverdacht testen lassen. Eine Arztpraxis hat eine Garage zum Quarantänebereich umgebaut. 

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Daniel Halamoda aus Velten vor seinem Hotel in der Türkei. Er hofft, dass mit dem Rückflug klappt. Quelle: privat

Dahme-Spreewald

Auch im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es Corona-Infizierte. Inzwischen sind auch drei Todesfälle bestätigt.

Auch in Dahme-Spreewald wird das tägliche Leben weiter eingeschränkt. Unter anderem hat Brandenburgs größter Tourismus-Magnet, das Tropical Islands, geschlossen. Und auch an der TH wirkt sich Corona aus: Die Hochschule wechselt in einen Notbetrieb.

Weil in den Supermärkten mehr gekauft wird, bleibt weniger für die Tafeln übrig. Der Spendenrückgang betrifft auch die Ausgabestelle in Königs Wusterhausen.

Die Corona-Pandemie stellt auch viele Tierparks im Land vor große finanzielle Probleme. Für die Tiere im Kiez-Park Frauensee hat sich nun aber ein Happy End ergeben. 

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Brandenburg/Havel

In Brandenburg an der Havel gibt es ebenfalls bestätigte Corona-Infektionen. Und nun könnten auch noch weitere Corona- und andere Notfallpatienten auf das Städtische Klinikum zukommen. Weil das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam derzeit keine Patienten mehr aufnimmt, rechnet man in der Stadt Brandenburg mit einer höheren Belastung – und bereitet sich vor.

Eine der neusten Entwicklungen in der Stadt: Das Arbeitsgericht schließt für vier Wochen seine Türen. Einer der Gründe: Firmenvertreter und Rechtsanwälte haben häufig lange Anreisewege. Die Richter haben allerdings auch hinter verschlossenen Türen genug zu tun.

Indes bedanken sich auch in Brandenburg zahlreiche Menschen bei medizinischem Personal, Beschäftigten des Einzelhandels und allen anderen, die die tägliche Versorgung gewährleisten – mit musikalischen Darbietungen.

Ein Corona-Tagebuch für die MAZ führt der Schriftsteller Stephan Boden. Er lebt in Brandenburg/Havel – genauso wie Michael Kolkmann, der seine Erlebnisse aus dem Corona-Homeoffice teilt.

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Havelland

Das Coronavirus ist auch im Havelland angekommen: Es gibt mehrere Infizierte.

Der April ist für Veranstalter und Künstler auch im Havelland verloren. Der Kulturbetrieb ruht. Aber Madleen Fox von den Havelländischen Musikfestspielen denkt an die Zeit danach.

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Teltow-Fläming

Deutlich mehr als 100 Menschen sind inzwischen in Teltow-Fläming mit dem Coronavirus infiziert. Dennoch gibt es im Krisenstab des Kreises Hoffnung. Denn: Es gibt auch schon einige genesene Menschen.

Dass das Coronavirus nicht nur für viel Aufruhr sorgt – sondern auch erfinderisch macht, zeigen Beispiele aus dem Kreis Teltow-Fläming:

Damit Kunden in Apotheken und Supermärkten den Sicherheitsabstand einhalten, werden vielerorts Folien auf den Boden geklebt. Produziert werden sie unter anderem in Luckenwalde.

Das digitale Lernen im Landkreis funktioniert nicht an allen Schulen gleich gut –ein Überblick über die Lage an den Schulen.

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Die Chemie-AG vom Friedrich Gymnasium in Luckenwalde stellt selbst Desinfektionsmittel zum Schutz gegen das Coronavirus her. Quelle: Margrit Hahn

Von RND/lht