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Brandenburg DAK: Krankenstand in Brandenburg trotz Corona nicht gestiegen
Brandenburg

Corona in Brandenburg: Krankenstand nicht gestiegen

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08:54 26.08.2020
Die Brandenburger waren im ersten Halbjahr des Jahres trotz der Corona-Pandemie nicht häufiger krank geschrieben. (Symbolbild) Quelle: Patrick Pleul/zb/dpa
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Potsdam

Trotz der Corona-Pandemie ist der Krankenstand in Brandenburg nach einer Studie der DAK-Krankenkasse unter ihren Versicherten im ersten Halbjahr 2020 leicht gesunken. Für Gesundheitsreport hat die Kasse Daten von mehr als 110.000 DAK-Mitgliedern ausgewertet. Laut dem Ergebnis liegt der Wert mit 5,3 Prozent im ersten Halbjahr dieses Jahres 0,1 Prozentpunkte unter dem des Vorjahreszeitraumes.

Im bundesweiten Vergleich liegt Brandenburg jedoch mit 1,1 Prozentpunkten deutlich drüber. Von 1000 Arbeitnehmern waren 53 laut dem Bericht an jedem Arbeitstag im ersten Halbjahr dieses Jahres krankgeschrieben. Da sich die Kundenkreise der einzelnen Krankenkassen unterscheiden, müssen die Ergebnisse nicht die Gesamtlage korrekt widerspiegeln.

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Mehr Fehltage wegen Atemwegserkrankungen

Einen Anstieg an Fehltagen stellten die Versicherer bei Atemwegserkrankungen fest: je 100 Beschäftigte kamen die Brandenburger auf 183 Fehltage – das sind neun Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019. Auch Fehltage aufgrund von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und wegen psychischer Erkrankungen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent gestiegen. Allerdings liegen die Fehlzeiten durch Erkältungen, Grippe und Co laut dem Bericht unterhalb des schweren Grippejahres 2018. Dort kamen die Brandenburger im ersten Halbjahr auf 224 Fehltage je 100 Versicherte.

Krankenstand in Berlin stabil

In Berlin blieb der Krankenstand im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil. Wie auch im Vorjahr verzeichnet die Kasse einen Wert von 4,3 Prozent. Damit liegt die Hauptstadt nur knapp über dem Bundesdurchschnitt.

„Entgegen den Erwartungen ist ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben, obwohl es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab“, so Volker Röttsches, Landeschef der DAK-Gesundheit in Berlin. An jedem Tag des ersten Halbjahres waren laut der Kasse von 1000 Arbeitnehmern 43 krankgeschrieben. Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankungen nahmen auch in der Hauptstadt zu - laut der Studie um 14 Prozent auf 157 Tage je 100 Beschäftigte. Für Berlin hat die Kasse Daten von mehr als 100.000 DAK-Mitgliedern ausgewertet.

Von RND/dpa