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Brandenburg 50 bis 75 Personen: Nonnemacher spricht sich für Obergrenze bei privaten Festen aus
Brandenburg

Corona in Brandenburg: Obergrenze bei privaten Festen wird diskutiert

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13:15 26.08.2020
Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, zeigt eine Grafik zum Vier-Wochen-Trend der Entwicklung der Corona-Infektionen im Land Brandenburg. Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dp
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Potsdam

Private Feiern mit maximaler Teilnehmerzahl - das könnte es bald auch in Brandenburg geben. Derzeit werde in der Landesregierung eine Begrenzung von 50 bis 75 Personen bei privaten Feiern diskutiert, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch mit. Am kommenden Dienstag soll die neue Corona-Umgangsverordnung im Kabinett besprochen werden. Die derzeitige Regelung läuft am 4. September aus.

„Dass wir das (private Feiern) gänzlich ohne Beschränkung lassen, das ist nicht adäquat“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) dem RBB. „Auch wenn wir in Brandenburg weiterhin glücklicherweise weniger betroffen sind, so haben wir doch mit ansteigenden Infektionszahlen zu tun. Erfahrungen zeigen, Kombination Reiserückkehrende plus Feiern birgt Risiken.“ In Brandenburg gibt es derzeit keine Obergrenze für private Feiern. Das sollte laut Nonnemacher überdacht werden.

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Videokonferenz mit Merkel am Mittwoch

Die Regierungschefs der Länder wollen am Donnerstag in einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das Thema einer bundesweit einheitlichen Regelung beraten.

Auch will das brandenburgische Kabinett über Veranstaltungen sprechen. Derzeit gilt hierfür eine Höchstzahl von 1000 Teilnehmern, zunächst bis zum 31. Oktober. Möglicherweise soll die Regelung aber verlängert werden. Daneben wird über Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht und den Umgang mit Reiserückkehrern aus Risiko-Gebieten diskutiert.

Quarantäne statt Testpflicht

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montag vorgeschlagen, dass es kostenlose Corona-Tests für Urlauber bei der Einreise nach Deutschland nach dem Ende der Sommerreisesaison nicht mehr geben soll. Außerdem soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft werden. Für solche Reisenden soll wieder ausschließlich die Quarantäneregelung gelten. Die 14-tägige Quarantäne soll man nur dann vorzeitig verlassen dürfen, wenn ein frühestens fünf Tage nach der Einreise gemachter Test negativ ausfällt.

Von RND/dpa