Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Nach Cottbuser Messerattacke: Kritik an Reaktion der Stadt
Brandenburg Nach Cottbuser Messerattacke: Kritik an Reaktion der Stadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 02.01.2019
Gemeinsame Streife von Ordnungsamt und Bereitschaftspolizei in Cottbus. Daneben die Pressemitteilung der Stadt, die aktuell zahlreiche Twitter-User erregt.
Gemeinsame Streife von Ordnungsamt und Bereitschaftspolizei in Cottbus. Daneben die Pressemitteilung der Stadt, die aktuell zahlreiche Twitter-User erregt. Quelle: dpa/Patrick Pleul
Anzeige
Cottbus

Die Erklärung der Stadt Cottbus zu einem Messerangriff auf einen 28-Jährigen sorgt für Unmut. Darin hieß es: „Sollte der oder die Täter hier noch ein Gastrecht genießen und kein unbeschriebenes Blatt sein, werden wir nicht zögern, ihm oder ihnen klarzumachen, dass er oder sie ein Ticket in die Heimat zu lösen haben.“

Twitter-Nutzer warfen der Stadt aufgrund ihrer gewählten Worte daraufhin Nähe zu rechtspopulistischen und neonazistischen Positionen vor.

Stadtsprecher Jan Gloßmann rechtfertigte die Pressemitteilung. „Die Wortwahl ist sicherlich drastisch aber inhaltlich ist dies die Linie, die von der Stadt auch bislang vertreten wurde“, sagte Gloßmann.

So seien im vergangenen Jahr wegen Straftaten gegen Deutsche verurteilte Ausländer abgeschoben beziehungsweise aus der Stadt gewiesen worden.

In der Neujahrsnacht hatte ein unbekannter Täter einen 28-Jährigen mit einem Messer angegriffen. Nach Angaben der Cottbuser Polizei handelte es sich um einen Ausländer. Ein Sprecher teilte mit, dass das Opfer vor dem Angriff zunächst erfolgreich einen Streit geschlichtet habe.

Wenig später habe der Unbekannte plötzlich ein Messer gezogen und auf den Streitschlichter eingestochen. Der 28-Jährige kam mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus.

Von dpa/MAZonline