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Brandenburg DLRG warnt: Corona-Pandemie lässt die Zahl der Nichtschwimmer in Brandenburg ansteigen
Brandenburg

DLRG warnt: Immer mehr Nichtschwimmer durch Corona-Pandemie in Brandenburg

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07:43 23.05.2021
Ein Rettungsschwimmer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) beobachtet die Badegäste im Wasser des Helenesees. Die DLRG warnt vor immer mehr Nichtschwimmern in Brandenburg.
Ein Rettungsschwimmer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) beobachtet die Badegäste im Wasser des Helenesees. Die DLRG warnt vor immer mehr Nichtschwimmern in Brandenburg. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Cottbus

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Brandenburg für mehr Nichtschwimmer gesorgt. Schwimm- und Freibäder waren lange geschlossen, eine Ausbildung oder Schwimmunterricht habe nicht stattfinden können, sagte DLRG-Sprecher Daniel Keip der Deutschen Presse-Agentur. „Wir schieben eine Welle von Nichtschwimmern vor uns her. Jetzt, wo das Wetter besser wird, machen wir uns Sorgen, dass wir mehrere Jahrgänge nicht richtig ausgebildet haben.“

Unbeaufsichtigte Plätze werden zum Baden gesucht

Im Jahr 2019 wurden Keip zufolge noch 1417 Erstschwimmer angeleitet. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 422 - ein Rückgang um 70 Prozent. Auch die Zahl der Einsatzstunden ging demnach erheblich zurück. Etwa 18.800 ehrenamtliche Stunden leisteten die Helfer 2020. Im Jahr davor waren es noch über 33.000 Stunden. Trotzdem halfen die ehrenamtlichen Lebensretter im vergangenen Jahr 1046 mal.

In der Pandemie sei die Gefahr von Badeunfällen nicht geringer geworden, weil die Menschen sich wegen geschlossener Freibäder und Schwimmbäder andere Gelegenheiten gesucht hätten, baden zu gehen, berichtete Keip. In Brandenburg sind im vergangenen Jahr nach Angaben der DLRG 24 Menschen ertrunken - das sind zehn Todesfälle weniger als im Jahr 2019.

Weniger ausgebildete Rettungsschwimmer durch Pandemie

Der DLRG-Sprecher sieht noch ein anderes Problem: Wegen der Pandemie sind im vergangenen Jahr weniger Lebensretter ausgebildet worden. Sehr viel Einsatz und Ausbildung sei durch geschlossene Schwimmbäder weggebrochen. Dort findet die Ausbildung normalerweise statt. Die Zahl von ausgebildeten Rettungsschwimmern, die an den vielen Badestränden für Sicherheit sorgen, ging demnach von 740 im Jahr 2019 auf 315 im vergangenen Jahr zurück. Seit dem 12. Mai ist Ausbildung nach den Corona-Bestimmungen des Landes wieder möglich.

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Für diesen Sommer versucht die DLRG in Brandenburg nach eigenen Angaben, möglichst viel Schwimmausbildung für Anfänger anzubieten. Aber auch die Schulen seien jetzt gefragt. Und die öffentlichen Schwimmbäder in den Kommunen müssten Kapazitäten für Schwimmunterricht schaffen. Vor allem aber sollten Eltern eine besondere Verantwortung dafür tragen, dass Kinder ein Schwimmabzeichen machen, sagte Keip. Kein Binnenland sei so wasserreich wie Brandenburg. Jeden ziehe es im Sommer an die Badeseen. „Kinder ertrinken leise“, so Keip. Sie sollten deshalb nicht allein ins Wasser gelassen werden.

Von RND/dpa