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Brandenburg Das 500. „Mosaik“ ist ein ganz besonderes
Brandenburg Das 500. „Mosaik“ ist ein ganz besonderes
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14:33 27.07.2017
Mosaik-Mitarbeiter Robert Löffler mit dem 500. „Mosaik“.
Mosaik-Mitarbeiter Robert Löffler mit dem 500. „Mosaik“. Quelle: dpa
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Berlin

Die Knollennasen Abrax, Brabax und Califax feiern ein Jubiläum - zusammen mit Luther. Die drei Helden der Comic-Zeitschift „Mosaik“ begeben sich in der August-Ausgabe, die für 3,80 Euro ab dem 26. Juli am Kiosk zu haben ist, zum 500. Mal auf Erkundungstour.

Quelle: MOSAIK Steinchen für Steinchen

Jedes Heft ein nummeriertes Unikat

Jedes der 125.000 Hefte der Jubiläumsausgabe sei ein nummeriertes Unikat, teilte der Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag in Berlin mit. Auf dem Titel sind die Abrafaxe mit Martin Luther und Lucas Cranach dem Älteren zu sehen - und mit viel glitzerndem Gold.

Sonderbeilage mit 500 „Abrafakten“

Zudem gibt es eine Sonderbeilage „mit 500 Abrafakten“. Es werde unter anderem aufgedeckt, wie es die Abrafaxe mit der Liebe halten und warum sie so selten auf Toilette müssen, so der Verlag.

Noch mehr Besonderheiten

Wimmelbild im 500. Mosaik-Heft. Quelle: MOSAIK Steinchen für Steinchen

Mehr noch: Unter allen Nummern werden drei Auftritte als Comic-Figuren im “Mosaik“ verlost. Einmal selbst mit den Abrafaxen auf Abenteuerreise zu gehen, ist nämlich ein weit verbreiteter Wunschtraum unter den jungen und jung gebliebenen Lesern. Außerdem verlost der Verlag drei handsignierte Original-Zeichnungen, drei signierte Gemäldedrucke „Die Abrafaxe aus der Werkstatt von Lucas Cranach“ und 10 Bücherpakete.

Und wie es sich zu einem solch feierlichen Anlass gebührt, haben sich auf einem großen Wimmelbild im “Mosaik“ 500 zahllose ehemalige Weggefährten und Mitstreiter der Abrafaxe versammelt und feiern ein rauschendes Fest.

Wer es nicht nur mit Papier hat, kann mit Smartphone oder Tablet das neueste “Mosaik“ genießen: Auf verschiedenen Seiten im Heft gibt es ein magisches Auge, hinter dem sich kleine Filmchen und Zusatzinformationen zum Jubiläumsheft verstecken. Scannt man diese Seiten mit der kostenlosen App MOSAIK Magic, starten die Filme automatisch und versorgen mit ganz besonderen Einblicken hinter die Kulissen.

In ferne Länder und andere Zeiten

Das erste Heft der aktuellen Luther-Serie. Quelle: MOSAIK Steinchen für Steinchen

Seit Januar 1976 sind die drei koboldartigen Figuren die Helden in dem Comic-Heft, das zu DDR-Zeiten immer Mangelware war. Ob mit Don Quijote und Sancho Pansa in Spanien oder mit den Beatles zur Barockzeit in London: Während ihre Leser dies bis zum Mauerfall nicht durften, erkundeten die Abrafaxe ferne Länder. Inzwischen waren sie auf allen Kontinenten unterwegs - außer in der Arktis. Sie sprechen alle Sprachen der Welt.

„Sie waren schon Sklaven oder Kellner im Orientexpress, sie haben sich in 20 unterschiedlichen Epochen bewegt - und erst nach 15 Jahren erstmals ihre Klamotten gewechselt“, schilderte Lektorin Maren Ahrens, und: „Sie speisen gut und gern - aber gehen selten auf Toilette.“

Erst die Digedags, dann die Abrafaxe

Um 1950 hatten die DDR-Oberen nach einer Antwort auf West-Comics wie „Micky Maus“ gesucht. Am 23. Dezember 1955 erschien das erste „Mosaik“ - mit den drei Helden Dig, Dag und Digedag, geschaffen vom Grafiker Hannes Hegen. Nach einem Streit um die Ausrichtung des Heftes stieg Hegen 1975 aus. Die Reise der Digedags war zu Ende - und die Abrafaxe blickten zum Jahreswechsel 1975/76 vom Titel, bezeichnet als „sonderbare Kerlchen“.

Eine der erfolgreichsten Comics Deutschlands

Blick in die Mosaik-Redaktion. Quelle: dpa

Heute gehören zum „Mosaik“-Team 25 Mitarbeiter, darunter acht Zeichner. Sie arbeiten in einer Villa im Berliner Westen - und ihre Arbeitsplätze sehen noch fast so aus, wie sie vor 60 Jahren im Osten aussahen. Mit einer verkauften Auflage um die 70.000 Exemplare zählt die Zeitschrift zu den erfolgreichsten Comics in Deutschland. Derzeit arbeitet das Team schon am Dezember-Heft.

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