Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Die Krähenmutter
Brandenburg Die Krähenmutter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:10 24.03.2018
Quelle: Friedrich Bungert
Anzeige
Potsdam

Als Eltern macht man Dinge, die vorher gänzlich ausgeschlossen waren. Ich war mit so sicher, niemals mit meinem Partner Windelinhalte zu diskutieren. Heute haben wir Codewörter für kleine und große Ereignisse rund um den Babypo.

Auch den Besuch eines Eltern-Kind-Cafés habe ich für mich stets ausgeschlossen. Nun finde ich die Zitronenmuffins dort wirklich lecker, außerdem ist es schön, in der Innenstadt den Kinderwagen mal nicht auf der Straße parken zu müssen. Und dann ist da die Sache mit dem Singen.

Die Sache mit dem Singen

Ich kann nicht singen. Ich könnte, wenn es sein müsste, textsicher Schlager, Punk- und Rocksongs der letzten 50 Jahre und ja, auch so manchen Sommerhit rezitieren

Arien habe ich im Kopf, halbe Musicals und Film-Soundtracks kann ich in- und auswendig. Aber wenn ich singe, klinge ich nunmal wie eine Nebelkrähe. Im Stimmbruch. Mit Erkältung.

Baby-ABC für junge Eltern

Schwangerschaft, Geburt und Babyflitterwochen: In der MAZ-Multimedia-Story erzählt eine Potsdamerin, wie der glückliche Start ins Leben gelingt.

Allein, mein Baby stört das nicht. Im Gegenteil, es findet meinen Gesang mindestens erträglich, anscheinend sogar ganz schön. Und so singe ich also ergebenst alles, was mir einfällt.

Und das ist wörtlich zu nehmen: Schon im Krankenhaus habe ich angefangen, personalisierte Lieder zu trällern, um meinen Sohn zu beruhigen. Aus „Halbstark“, einem Uralt-Schlager, den die Toten Hosen einst gecovert haben, wird bei mir ein Lied über Schluckauf.

„Eine neue Windel ist wie ein neues Leben“

„Despacito“ habe ich auf den Spitznamen, den unser Kind während der Schwangerschaft hatte, umgedichtet. „No Milk today“ wird zu „No Rülps today“, falls das Bäuerchen mal wieder auf sich warten lässt und der Smash-Hit am Wickeltisch ist natürlich „Eine neue Windel ist wie ein neues Leben“ - die Melodie können Sie sich sicher denken.

Die musikalische Früherziehung ist bei uns also in vollem Gange. Und das Baby lacht und juchzt vor Freude, wenn ihm eines dieser Quatschlieder vorgesungen wird. Solange wir ihn von guten Sängern fernhalten, passt das. Und schließlich sind ja auch Krähen irgendwie Singvögel.

MAZ-Serie „Das verflixte erste Jahr“

Lesen Sie hier alle bisher erschienenen Folgen des Baby-Blogs:

– Folge 1: Ratschlag gefällig? Nein, danke!

– Folge 2: Windelkarton oder Ikea-Tüte?

– Folge 3: Papa kann auch stillen

– Folge 4: Himmel, diese Listen!

– Folge 5: Bestens informiert und total ahnungslos

– Folge 6: Das große Wagnis

– Folge 7: Schlaf, Kindchen, schlaf

– Folge 8: Potsdam, wir haben ein Problem

Von Saskia Kirf

24.03.2018
Brandenburg Inklusion in der Schule - Vom Kampf um einen Schulplatz
24.03.2018