Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Das sind die schönsten Brandenburger Badeseen
Brandenburg Das sind die schönsten Brandenburger Badeseen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:19 11.07.2019
Abkühlung im Trepliner See. Quelle: Patrick Pleul
Potsdam

Bei Temperaturen jenseits der 35 Grad wünschen sich viele Menschen nichts sehnlicher, als in einem glasklaren See zu schwimmen – das Wasser nicht zu kalt, nicht zu warm – und dazu ein schattiges Plätzchen mit Picknickdecke am Strand. Brandenburg hat von allen deutschen Bundesländern die meisten Seen. Wir haben ausgewählte Badeseen miteinander verglichen. 

Der Tiefe: Der Große Stechlinsee

Wenn sogar der hochgelobte Dichter Theodor Fontane einen Roman am Großen Stechlinsee (Oberhavel) spielen lässt und ihn „Stechlin“ tauft, muss das Gewässer auch etwas Besonderes sein. Tatsächlich ist der Große Stechlinsee der tiefste See in ganz Brandenburg (bis zu 70 Meter).  Entsprechend beliebt ist er bei Tauchern. Der See ist komplett von Wald umgeben, er steht unter Naturschutz. Eine offizielle Badestelle gibt es nahe des Dörfchens Neuglobsow.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet (Messzeitraum für alle Angaben: Juni 2019)

Sichttiefe: 1,2 Meter

Wassersport: Eingeschränkt

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Vom Klassiker bis zum Geheimtipp: In der Mark gibt es Badestellen für jedes Bedürfnis. Sommerfrische mit ausgezeichneter Wasserqualität bieten sie alle.

Die FKK-Zone: Der Motzener See

Die sogenannte „Märchenwiese“ am Ufer des Motzener Sees (Teltow-Fläming) gilt als Wiege der FKK-Kultur in Deutschland. In den 1920er-Jahren hielt sogar regelmäßig ein Zug aus Berlin im kleinen Örtchen Motzen, um Badegäste im Adamskostüm abzusetzen oder aufzusammeln. Heute ist der Bahnhof stillgelegt. Die Märchenwiese gibt es nicht mehr, aber ein großer FKK-Bereich existiert noch: Fast 800 Meter Uferstreifen mit mehreren Badestellen gehören dem Verein Allgemeine Körperkultur Birkenheide. Wer mit Nackten ein Problem hat: Im benachbarten Strandbad Kallinchen ist auch das Baden in Bademode erlaubt.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 2 Meter

Wassersport: Ja

Rettungsschwimmer: Nur im Strandbad Kallinchen

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Der Sportliche: Der Beetzsee

In ganz Ostdeutschland gibt es nur eine einzige Regattastrecke für internationale Kanu- und Rudersport-Wettkämpfe und die liegt im Beetzsee am Rande der Stadt Brandenburg/Havel. Seit den 1970er-Jahren finden dort regelmäßig Europameisterschaften und viele andere Wettkämpfe vor großem Publikum statt. Normal Schwimmen kann man im Beetzsee auch. Zum Beispiel an der Badestelle Massowburg. Dort gibt es einen Sandstrand mit Liegewiese und Beachvolleyball-Feldern.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 0,8 Meter

Wassersport: Professionell

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Ja

Der Klassiker: Der Schwielowsee

Keine Experimente: Wer sicher und komfortabel baden möchte und dafür auch Eintritt zahlt, fährt an den Schwielowsee (Potsdam-Mittelmark). Der See im Süden von Potsdam gehört wohl zu den beliebtesten Badeseen in ganz Brandenburg. Er ist groß (7,8 Quadratkilometer), tief (bis zu 9 Meter, durchschnittlich 2,8 Meter) und sauber. Es gibt zwei Strandbäder, drei Campingplätze und unzählige Cafés und Restaurants. Hier kann man nichts falsch machen. Mit der Regionalbahn aus Potsdam ist man in elf Minuten in Caputh am Strand. Nachteil: Das Seebad Caputh ist mit 6,50 Euro Eintritt für einen Erwachsenen relativ teuer.

Badegewässerqualität: Gut

Sichttiefe: 1,2 Meter

Wassersport: Ja

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Der Stadt-See: Der Tiefe See

Potsdam ist umgeben von Wasser. Das Stadtbad im Park Babelsberg  (Potsdam) ist eingebettet in die Parkanlagen des Unesco-Weltkulturerbes und bietet ideale Möglichkeiten, dem hitzigen Stadtleben zu entkommen. Das Bad ist mit allem ausgerüstet, was das Badeherz begehrt. Bei gutem Wetter kann es dort allerdings recht voll werden. Dann weichen viele Menschen auf inoffizielle Badestellen aus. Wer zu weit raus schwimmt, sollte sich vor Schiffen in Acht nehmen,  dort herrscht reger Verkehr. Kinder zahlen 2 Euro Eintritt, Erwachsene 4.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 1,6 Meter

Wassersport: Eingeschränkt

Rettungsschwimmer: Ja

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Der Geheimtipp: Der Grabowsee

Der Grabowsee liegt versteckt mitten im Wald nördlich von Oranienburg (Oberhavel). An seinem Ost-Ufer steht die Ruine einer ehemaligen Tuberkulose-Heilanstalt, im Westen verläuft der Oder-Havel-Kanal, jedoch ohne eine Verbindung zum See. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, wird dort fündig. Ein Naturbadestrand ohne viel Schnickschnack macht den Geheimtipp perfekt. Wer kein Auto hat, kann mit dem Bus 804 aus Oranienburg bis wenige hundert Meter an den See heran fahren.

Badegewässerqualität: Gut

Sichttiefe: 1,2 Meter

Wassersport: Eingeschränkt

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Nein

***

Der Flache: Der Rangsdorfer See

In den 1930er-Jahren gab es mal eine 12 Meter hohe Wasserrutsche am Rangsdorfer See (Teltow-Fläming). Damals pilgerten bei warmem Wetter tausende Berliner nach Rangsdorf, um dort zu baden. Heute ist das anders. Die Rutsche gibt es nicht mehr und Berliner kommen auch nicht mehr so oft. Der See ist zum Schwimmen einfach zu flach. Bis weit ins Innere des Gewässers ist er knapp einen halben Meter tief und am Boden sehr schlammig. Für zwei Zielgruppen ist das ideal: Für Surfer und für kleine Kinder, denn sie können quasi überall stehen. Das Strandbad ist kostenlos, es gibt Parkplätze und einen riesigen Kinderspielplatz.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 0,3 Meter

Wassersport: Ja

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Mehr anzeigen

***

Das Naturparadies: Der Ferchesarer See

Wie ein sehr breiter Fluss schlängelt sich der fast neun Kilometer lange Ferchesarer See bei Rathenow (Havelland) durch die Landschaft. Die Westhälfte des Gewässers heißt Hohennauener See und ist nicht so dicht von Wald gesäumt, wie der Osten. Im Ferchesarer See gibt es gleich mehrere kleine naturbelassene Badestellen. Eine besonders ruhige und weniger belebte gibt es in Ferchesar an der Dranseschlucht, der Weg dorthin führt über einen kurzen Waldweg.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 1 Meter

Wassersport: Ja

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Der Verbotene: Der Heilige See

Laut Park-Ordnung ist das Baden im Heiligen See zwischen Berliner Vorstadt und Neuem Garten (Potsdam) verboten. Doch die Ordnungshüter dulden die Badegäste, die seit jeher vom Park am Nordufer ins Wasser steigen. An heißen Tagen kann es auf den Wiesen richtig voll werden. Das Parkgelände wird nachts allerdings abgeschlossen, deshalb sollten Badegäste nicht zu lange im Wasser bleiben.

Badegewässerqualität: Gut

Sichttiefe: 1 Meter

Wassersport: Nein

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Nein

***

Der Kleine: Der Tonsee

Der Tonsee bei Groß Köris (Dahme-Spreewald) ist an seiner schmalsten Stelle gerade einmal 42 Meter breit. Insgesamt misst er etwa neun Hektar und gehört damit zu den flächenmäßig kleineren Badeseen in Brandenburg. Trotzdem ist er durchschnittlich 8,8 Meter tief und deshalb auch nicht so warm wie manche flacheren Seen. Es gibt einen abgelegenen FKK-Strand und zwei Campingplätze in unmittelbarer Nähe zum Ufer.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 2 Meter

Wassersport: Nein

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Der Ausflugs-See: Der Lehnitzsee

Der Lehnitzsee in Oranienburg (Oberhavel) ist eine tolle Möglichkeit, nach einer Wanderung um den See eine Erfrischung zu suchen. Er liegt ruhig in einem Erholungsgebiet. Nach einem Spaziergang und einer Erfrischung bietet sich ein Ausflug zum Oranienburger Schloss an. Vor allem der Schlossgarten lohnt eine Besichtigung.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 1 Meter

Wassersport: Ja

Rettungsschwimmer: Ja

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Der Festival-See: Der Helenesee

"Die kleine Ostsee" wird er auch genannt und er ist einer der größten Freizeit- und Campingparks in Europa: der Helenesee. Es gibt 3,5 Kilometer feine Strände, einen FKK-Bereich, Kinderspielplatz, Bootsverleih, einen Aquapark in den Sommerferien sowie die Möglichkeit zum Tauchen, Surfen, Segeln, Angeln sowie Fußball-, Tennis,- und Volleyballfelder. Am Helenesee findet jährlich im Juli das Helene Beach Festival statt.

Badegewässerqualität: Ausgzeichnet

Sichttiefe: 8 Meter

Wassersport: Ja

Rettungsschwimmer: Ja

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Für Hundebesitzer: Der Glindower See

Der Glindower See in Potsdam-Mittelmark ist eine ruhige Möglichkeit baden zu gehen. Der See hat mehrere Badestellen, eine Option ist das Strandbad in Glindow. Dort gibt es neben einem Imbiss mit Freisitz seit ein paar Jahren auch einen ausgewiesenen Hundestrand.

Badegewässerqualität: Ausgezeichnet

Sichttiefe: 4 Meter

Wassersport: Ja

Rettungsschwimmer: Nein

Gastronomie/Toiletten: Ja

***

Alle Badestellen auf einer Karte:

Die Karte zeigt alle offiziellen Badestellen Brandenburgs und deren aktuelle Wasserqualität.

 

Weitere Tipps:

Parsteiner See

In der Nähe des Ökodorfs Brodowin (Landkreis Barnim) liegt der Parsteiner See. Es gibt zwei Badestellen, eine am Campingplatz Pehlitz/Werder und eine am Campingplatz "Am Parsteiner See". An letzterem können auch Tret- und Ruderboote ausgeliehen werden. Und es gibt einen Kinderspielplatz.

Hohennauer See

Am Hohennauer See in Rathenow (Havelland) gibt es gleich mehrere Badestellen. Eine besonders ruhige und weniger belebte gibt es in Ferchesar an der Dranseschlucht, der Weg dorthin führt über einen kurzen Waldweg.

Schweriner See

Eine weitere Möglichkeit, in Dahme-Spreewald baden zu gehen, ist in Schwerin. Der Ort heißt nur so wie der in Mecklenburg-Vorpommern, ist aber ganz anders. Die Badestelle am Schweriner See liegt am Ostufer des Sees und ist frei zugänglich.

Senftenberger See

Der 600 Meter lange Seestrand in Großkoschen ist mit seinem flach abfallenden Sandstrand gut für Familien mit Kindern geeignet. Es gibt separate Textil- und FKK-Strandabschnitte, Imbisse, ein Amphitheater und einen Kinderspielplatz.

Weitere Tipps:

Von MAZonline/Jonas Nayda

Der Brand in der Lieberoser Heide hat sich seit Montag von 5 auf 100 Hektar ausgeweitet. Derzeit sind die Flammen unter Kontrolle. Doch das Innenministerium geht davon aus, dass sich das Feuer noch ausbreitet. Der Amtsdirektor übt Kritik an der Landesregierung.

28.06.2019

Vor fünf Jahren scheiterten die Liberalen noch kläglich und erreichten bei der Wahl nur 1,5 Prozent. Nun peilt die Partei mit der Kampagne „Brandenburg wächst mit seinen Menschen“ den Wiedereinzug in den Landtag ein. Und hat auch schon mögliche Koalitionspartner im Blick: SPD, CDU oder Grüne.

28.06.2019

Die Hitzewelle ist auch für Autofahrer eine Gefahr. Der Tüv warnt vor weichem Asphalt und aufplatzenden Betonpisten. In Sachsen-Anhalt wurden deswegen schon Tempolimits verhängt. In Brandenburg sind noch keine Fälle bekannt.

28.06.2019