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Brandenburg Brandenburgs zweites Corona-Risikogebiet: Landkreis Spree-Neiße
Brandenburg

Der Landkreis Spree-Neiße ist Brandenburgs zweites Corona-Risikogebiet

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18:35 21.10.2020
Mobilen Corona-Teststelle des Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. Quelle: Fabian Sommer/dpa
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Cottbus

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg ist wieder sprunghaft gestiegen - inzwischen gibt es ein zweites Risikogebiet im Land. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 181 neu gemeldeten Infektionen. Das ist der zweithöchste Anstieg von Infektionen innerhalb eines Tages seit April. Ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 kam hinzu. Insgesamt starben bislang 183 Menschen.

Inzwischen hat Brandenburg nach der kreisfreien Stadt Cottbus mit dem Landkreis Spree-Neiße ein zweites Risikogebiet. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner liegt dort laut Gesundheitsministerium aktuell bei 50,1. Als kritische Schwelle gilt der Wert 50.

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In Cottbus liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Gesundheitsministerium bei 97,3 nach 87,3 am Dienstag.Auch der Landkreis Prignitz liegt mit einem Wert von 48,8 nahe der kritischen Marke.

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Aktuell sind 1348 Menschen erkrankt - 122 mehr als einen Tag zuvor. 89 Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, davon werden neun masdchinell beatmet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben sich seit März 5942 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 4411 gelten als genesen.

Allein 29 neue bestätigte Fälle wurden aus dem Landkreis Potsdam- Mittelmark gemeldet, der Kreis Dahme-Spreewald registrierte 21 Corona-Neuinfektionen. Im zweistelligen Bereich liegen auch Oberhavel (17), Cottbus (15), Oberspreewald-Lausitz (14), Spree-Neiße (12) und die Kreise Prignitz und Elbe Elster mit jeweils elf neuen bestätigten Fällen.

Maximal zehn Menschen: Obergrenze für private Feiern

Nach der neuesten Beschränkungsverordnung des Brandenburger Kabinetts dürfen sich ab einem Wert von 50 nur noch bis zu zehn Menschen in der Öffentlichkeit treffen. Für Feiern sollen die Obergrenzen auf zehn Menschen in öffentlichen Räumen und zehn aus bis zu zwei Haushalten in Privaträumen sinken. Auf belebten öffentlichen Plätzen und in Einkaufszentren können Kommunen eine Maskenpflicht erlassen.

Der Landrat des Kreises Spree-Neiße, Harald Altekrüger (CDU), sagte, Aufgabe sei es nun, dass sich so wenig Menschen wie möglich neu infizierten. „Sollte es uns nicht gelingen, innerhalb der kommenden zehn Tage die Infektionsrate wieder unter die 50er-Marke zu drücken, müssen wir weitere gezielte Regelungen festlegen.“

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Das Kabinett hatte am Dienstag außerdem beschlossen, dass ab 35 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in diesen Landkreisen und kreisfreien Städten nur bis zu 25 statt derzeit 50 Menschen in öffentlichen Räumen und 15 statt 25 Menschen zuhause privat feiern dürfen. Das gilt derzeit für die Kreise Elbe-Elster (37,3), Frankfurt (Oder) (36,4), Potsdam- Mittelmark (35,6) und Dahme-Spreewald (35,1).

Ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen dürfen an Veranstaltungen in Außenbereichen nur noch zeitgleich 250 Menschen teilnehmen, in Räumen nur noch 150. Ab dem Wert 50 sind nur noch 150 Gäste zeitgleich draußen oder 100 in Innenbereichen zulässig. Für Kneipen, Restaurants und Gaststätten gilt in allen Regionen ein Ausschankverbot für Alkohol von 23 Uhr bis 6 Uhr.

Von MAzonline