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Brandenburg Der frühere SPD-Abgeordnete Andreas Kuhnert ist tot
Brandenburg Der frühere SPD-Abgeordnete Andreas Kuhnert ist tot
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13:54 12.12.2019
Andreas Kuhnert (SPD) gehörte von 1990 bis 2015 dem Landtag in Brandenburg an. Quelle: dpa
Potsdam

Der langjährige SPD-Landtagsabgeordnete und frühere Pfarrer Andreas Kuhnert ist tot. Er starb am Mittwoch nach langer Krankheit im Alter von 68 Jahren. Das bestätigte die SPD-Landtagsfraktion am Donnerstag der MAZ. Kuhnert wohnte in Lehnin im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Nach der friedlichen Revolution in der DDR zog der Theologe, der viele Jahre als Pfarrer in Netzen tätig war, im Oktober 1990 in den Landtag ein. Er war 1990 Mitgründer der SPD im damaligen Kreis Brandenburg und unterstützte damals Oppositionsgruppen in der DDR.

Sechsmal in Folge holte er das Direktmandat für den Landtag

Dem Landtag gehörte er 25 Jahre an. Er gewann stets das Direktmandat in seinem Wahlkreis in Brandenburg/Havel – sechsmal bei Landtagswahlen in Folge. Er war zuletzt zuständig für Wissenschaft- und Kulturpolitik und gehörte dem Rechtsausschuss an. Aus gesundheitlichen Gründen legte er Ende Oktober 2015 das Mandat nieder. Er war schwer erkrankt.

Zuletzt war Kuhnert oft in Schulen und Kindergärten als Zeitzeuge unterwegs, um den Jungen und Mädchen unter anderem über die DDR-Geschichte und die Wendezeit zu erzählen.

Kuhnert, der 1951 in Chemnitz geboren wurde, hinterlässt drei Kinder. Er war geschieden.

SPD und Linke würdigen den früheren Abgeordneten

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Erik Stohn würdigte Kuhnert als einen „Mann der ersten Stunde“, in der Brandenburger SPD ebenso wie im Landtag. Er nannte ihn einen „streitbaren Kopf“, der sich vor allem für Versöhnung und Ausgleich eingesetzt habe. „Er hat mit seinen vielfältigen Interessen wichtige Anstöße gegeben und viele inspiriert.“ Stohn sagte weiter: „Seine Stimme und sein Einsatz für die Menschen und die Menschlichkeit werden fehlen.“

Mit seiner Biografie habe Kuhnert für den „Brandenburger Weg“ gestanden, erklärte die Fraktion der Linken im Landtag zum Tod des Politikers. „Er war um einen überparteilichen konstruktiven Konsens und um den Zusammenhalt der Gesellschaft bemüht.“ Das Land Brandenburg verliere einen integren Menschen. „Im Ton war er nie laut, aber bestimmt und eindringlich – manchmal auch mahnend“, hieß es weiter in der Erklärung der Linken.

Von Igor Göldner

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