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Brandenburg Deshalb kümmert sich Merkel um Wölfe
Brandenburg Deshalb kümmert sich Merkel um Wölfe
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00:22 23.05.2019
Europäische Wölfe – in Brandenburg leben 38 Rudel, schätzt die Landesregierung. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Potsdam

Am Umgang mit dem Wolf scheiden sich auch im Bundeskabinett die Geister – deshalb hat Bundeskanzlerin Angela Merkel richtigerweise das Thema auf ihren Schreibtisch gezogen. Schaut man sich das Bündnis an, das heute seine Forderungen an Merkels Adresse präsentieren will, ist klar, warum die Kanzlerin sich neuerdings mit Tiergeschichten befasst: Das Thema betrifft Millionen Menschen.

Verbände mit erheblichem Druckpotenzial

Allein der Deutsche Bauernverband vertritt mehr als 200.000 Mitglieder, die Reiterliche Vereinigung 60.000, der Deutsche Jagdverband fast 250.000 – und so weiter. Das Druckpotenzial ist erheblich. Kein vernünftiger Politiker kann solch gut vernetzte, mitgliederstarke Interessengruppen ignorieren. Was die Verbände fordern, ist eine Abkehr von der bisherigen Politik. Der bislang streng geschützte Wolf würde ein jagbares Tier. Dutzende Tiere pro Jahr könnten erlegt werden, wenn sich Obergrenzen und wolfsfreier Areale durchsetzen.

Geschickt verpackte Forderung

Die Verbände verpacken ihre Forderungen geschickt: Merkel sei „als Wissenschaftlerin“ gefragt – als sachlich neutral Urteilende. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kanzlerin wird politische Entscheidungen treffen müssen in einem symbolisch aufgeladenen Feld: Es geht um Sicherheit, um Angst, um Idealismus versus wirtschaftliche Interessen. Man kann da viel falsch machen.

Von Ulrich Wangemann

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