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Brandenburg Die Gründungsberater
Brandenburg Die Gründungsberater
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12:55 15.05.2019
Marcel Linge, Chef des Gründungszentrums „Zukunft Lausitz“. Quelle: Foto: Hesse
Potsdam

An kreativen Geschäftsideen mangelt es jungen Leuten meist nicht, sagt Marcus Linge, Chef des Gründungszentrums „Zukunft Lausitz“. Nur wüssten viele nicht, wie es dann weiter geht. „Sich selbstständig zu machen, lernt man nicht in der Schule.“ Auf Gründer in spe ist das Team um den 43-jährigen Linge spezialisiert, das in Cottbus sitzt und kostenfreie Hilfe anbietet.

Zum Beispiel für einen jungen Mann, der vor Jahren plötzlich in der Tür stand, wie sich Linge erinnert. Er arbeitete in einem Fitnessstudio, war unzufrieden und hatte eine Idee. Nur wusste er nicht, wie er sie umsetzen sollte. Statt in einer Muckibude zu arbeiten, träumte er von einem eigenen Gesundheitsstudio auch für ältere Menschen, eine Art betreutes Sporttreiben. Linge. „Wir nahmen ihn an die Hand.“

Bis heute bietet das Gründungszentrum jedem, der Interesse hat, Workshops an, in denen man mit anderen angehenden Unternehmern das Einmaleins der Selbstständigkeit erlernt – von der Finanzierung über die Gewinnermittlung bis zu Marketing und Vertrieb. „Ob es dann weiter geht, entscheidet immer der Gründer selbst“, so Linge. Kommt er wieder, entwickelt er mit einem Coach individuell einen Business-Plan und bekommt Tipps für Behördengänge. „In dem Moment, wenn dann eine Firma gegründet wird, sind wir raus.“

Das ganze Paket für Gründer wird mit Fördergeld der Europäischen Union und des Landes bezahlt. Aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) stammen 80 Prozent, den Rest gibt das Land. In der laufenden Förderperiode erhielt das Cottbuser Gründungszentrum 1,5 Millionen Euro. Seit dem Start 2006 gingen fünf Millionen an die Einrichtung, die fünf Mitarbeiter hat sowie vier Pauschalkräfte.

„Ohne Europa und das Land wäre das alles nicht möglich“, sagt Linge. Aus seiner Sicht rechnet sich der Aufwand. Eine Existenzgründung sei immer auch eine Alternative zur Arbeitslosigkeit. Stets weist er die Neuankömmlinge in einem ersten Gespräch auch auf die Risiken hin. „Wir prüfen die Idee und schauen uns die Fähigkeiten des möglichen Unternehmers an.“ Erst dann beginne die Beratung. Dazu bedient sich das Gründungszentrum aus einem Pool erfahrener externer Coaches, darunter Steuerexperten und Finanzberater. Viele Ich-AGs in den 90er Jahren seien auch aus Unkenntnis gescheitert, sagt Linge.

Die meisten würden als Einzelkämpfer mit ein oder zwei Angestellten starten. Mehr als 1000 Beratungen habe es bisher gegeben. Die Hälfte der Gründungen seien erfolgreich gewesen und die Firmen noch heute am Markt, sagt Linge.

So wie der einstige Fitness-Club-Mitarbeiter. Der hat heute in drei Städten im Süden des Landes Brandenburg jeweils ein Gesundheitsstudio und insgesamt 25 Mitarbeiter. Für Linge ist es eine Erfolgsgeschichte, an der sein Team beim Start mit dabei war.

Von Igor Göldner

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