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Brandenburg Die Hälfte der Polizeiwagen muss weg
Brandenburg Die Hälfte der Polizeiwagen muss weg
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08:31 26.10.2015
In vielen Bundesländern sind VW-Polizeiwagen von der Diesel-Affäre betroffen und müssen zum Service. Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam

Auch die Blau-Weißen müssen zum Service: In vielen Bundesländern muss sich die Polizei wegen der Diesel-Affäre auf tausendfache Rückrufe ihrer VW-Streifenwagen einstellen - die Sicherheit soll aber nicht darunter leiden.

Von der Aktion ist in Brandenburg nach ersten Überprüfungen knapp die Hälfte der Dienstwagen betroffen. Die Polizei hat laut Innenministerium 713 Fahrzeuge mit den betroffenen Dieselmotoren im Bestand. Davon sind 705 von VW, einer von Audi und sieben Skoda. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass alle Wagen gleichzeitig in die Werkstatt müssten. Insgesamt hat die Brandenburger Polizei etwa 1660 Landfahrzeuge in ihren Fuhrparks.

In Berlin ist die Zahl der betroffenen Fahrzeuge noch unklar. Man habe trotz des geplanten Rückrufs genug Einsatzwagen, hieß es. 887 der etwa 2500 Autos stammten von VW. Im Volkswagen-Stammland Niedersachsen geht man von 1000 Streifen- und Zivilautos der Kernmarke VW sowie bis zu 100 Wagen von Audi, Skoda und Seat aus – mehr als ein Viertel der rund 4300 Fahrzeuge.

Noch mehr Autos trifft es in Nordrhein-Westfalen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland muss die Polizei 2100 Fahrzeuge untersuchen lassen. Gewerkschaften rechnen deshalb mit einer „eingeschränkten Handlungsfähigkeit“ der Ordnungshüter. Ein Erlöschen der Betriebserlaubnis sei jedoch nicht zu befürchten. Die NRW-Polizei steigt derzeit von Volkswagen-Modellen auf BMW um.

Auch in Baden-Württemberg muss zeitweise auf beträchtliche Teile der Dienstflotte verzichtet werden. 989 von 5600 Wagen sind betroffen. In Bayern müssen rund 530 Wagen zum Service. Im Freistaat liegen BMW und VW bei den Polizeianteilen etwa gleichauf. Hessen meldet 430 betroffene Wagen, Sachsen-Anhalt 343 und Thüringen 250.

Bundesweit muss Volkswagen ab Januar 2016 rund 2,4 Millionen Dieselmodelle zurückholen. Die für die Kunden kostenlose Aktion dürfte ein Jahr dauern.

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Von Volkmar Krause

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