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Brandenburg Die Landesregierung reagiert konfus
Brandenburg Die Landesregierung reagiert konfus
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19:12 25.04.2019
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, rechts) will die Lausitz stärken – um welchen Preis? Quelle: Ralf Hirschberger/dpa/ZB
Potsdam

Brandenburg hat zwar jede Menge Hochschulen, bietet aber selbst keine eigene Ausbildung von Ärzten an. Diese übernimmt die Berliner Charité mit. Eine Kooperation, mit der die Landespolitik zufrieden schien. Es gibt ja schließlich noch die vor vier Jahren ins Leben gerufene private Medizinische Hochschule, an der Kommunen beteiligt sind. Jetzt kommt heraus, dass die Regierung nun doch eine eigene Mediziner-Ausbildung ins Auge fasst. Dagegen ist zunächst nichts einzuwenden – und die Lausitz, die davon profitieren soll, kann sich freuen. Möglich wird das, weil es unter dem Logo „Strukturwandel“ läuft, wofür scheinbar endlos öffentliches Geld vom Bund zur Verfügung steht.

Allerdings wirft der Vorgang kein gutes Licht auf das Regierungshandeln von Ministerpräsident Woidke. Abermals sickert vorab und nur tropfenweise heraus, was die Regierung alles in der Lausitz plant. Das geschieht beängstigend unkoordiniert und löst bei Betroffenen Irritationen aus, wie rund um die Medizinische Hochschule im Nordosten, die sich um ihren Fortbestand sorgt. Nach dem umstrittenen Beschluss zum Umzug des Kulturministeriums nach Cottbus ist dies ein weiteres Beispiel, dass es in der SPD, aber auch der Koalition derzeit konfus zugeht und wenig Vertrauen herrscht.

Von Igor Göldner

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