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Brandenburg Die größten Prozesse an Brandenburgs Gerichten in 2021
Brandenburg

Die größten Prozesse im Jahr 2021 an Brandenburgs Gerichten

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14:51 25.12.2020
Eingang zum Justizzentrum in Potsdam (Archiv).
Eingang zum Justizzentrum in Potsdam (Archiv). Quelle: Soeren Stache/dpa
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Potsdam/Cottbus/Frankfurt (Oder)

Manche Prozesse enden schneller, als gedacht. Andere beschäftigen die Gerichte in Brandenburg mitunter mehrere Jahre. Die Corona-Pandemie hat auch in den Gerichtssälen für Verzögerungen gesorgt.

Potsdam: Abschuss eines Wolfes

Der Abschuss eines Wolfes wird voraussichtlich Anfang Januar am Amtsgericht Potsdam verhandelt. Der Angeklagte, ein Jäger aus den Niederlanden, hatte das Tier im Januar 2019 während einer Jagd erschossen. Der Wolf ist in Deutschland eine streng geschützte Tierart, seit einigen Jahren ist er wieder in Brandenburg heimisch. Der Gastjäger ist wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz angeklagt.

Neuruppin: Doppelmord unter Schlachtern

Einen Doppelmord unter Mitarbeitern eines Schlachthauses in Wittenberge haben die Richter am Landgericht Neuruppin auf dem Tisch. Die zwei Angeklagten, ein 40- und ein 41-jähriger Litauer, sind wegen Totschlags an zunächst einem Schlachthofmitarbeiter angeklagt. Sie sollen ihr Opfer, ebenfalls Litauer, in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 2020 in einer Wohnung für Beschäftige des Schlachthofes getötet haben. Auch ein weiterer Mitarbeiter kam in der Nacht ums Leben. Nach Gerichtsangaben sind die genauen Todesumstände noch nicht geklärt.

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Potsdam: Millionen-Schadenersatz

Eine Schadenersatzforderung in Millionenhöhe wird im Jahr 2021 am Landgericht Potsdam verhandelt. Auf der Anklagebank sitzt der ehemalige NPD-Politiker Maik Schneider. Während er vor dem Bundesgerichtshof gegen seine mehr als neunmonatige Haftstrafe wegen des Anzündens einer Turnhalle in Nauen, die als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen war, vorgeht, muss er nun erneut vor das Landgericht. Diesmal im Zivilverfahren: wegen der abgebrannten Turnhalle fordert die Ostdeutsche Kommunalversicherung rund 2,9 Millionen Euro von ihm und einem Mittäter.

Frankfurt (Oder): 658 Kilo Heroin-Schmuggel

Der Schmuggel von 658 Kilogramm Heroin wird am 13. Januar vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) fortgesetzt. Im Februar könnte ein Urteil fallen. Der 63 Jahre alte Angeklagte soll in seinem Transporter die Drogen nach Deutschland eingeschmuggelt haben - verpackt in Schachteln für türkische Süßigkeiten. Nach Angaben des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg ist es die bisher größte auf einen Schlag entdeckte Menge Heroin in Deutschland. Das Heroin sollte den Ermittlungen zufolge in die Niederlande geschmuggelt werden. Wegen der Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und der Hilfe beim Handel steht der Mann seit Dezember 2019 vor Gericht. Der Prozess zog sich, da Beamte aus den Niederlanden befragt werden mussten und Corona die Gerichte in den Notbetrieb zwang.

Cottbus: Grausamer Mord an Ehefrau

Ein grausamer Mord mit einem Küchenmesser wird am 7. Januar vor dem Landgericht Cottbus weitergehen. Der Angeklagte soll im Mai 2020 in der gemeinsamen Wohnung in Cottbus mehrmals mit einem Küchenmesser auf seine Ehefrau eingestochen haben. Um zu fliehen, stürzte sie sich aus dem Fenster im zweiten Obergeschoss auf ein Vordach, aber der Angeklagte folgte ihr und ging weiter brutal gegen sie vor, bis sie schließlich starb. Laut Anklage wollte sich die Frau von ihm trennen.

Von RND/dpa