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Brandenburg Die vielen Vorstrafen des Maik Schneider
Brandenburg Die vielen Vorstrafen des Maik Schneider
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11:08 06.02.2017
Maik Schneider (M.) mit seinen Anwälten. Quelle: dpa
Potsdam

Er musste sich unter anderem wegen Fahrens ohne Führerschein und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten, aber auch wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole. 2013 hat er im Raum Jüterbog an mehreren Stellen Hakenkreuze auf die Straße gemalt. Mit dabei war eine Größe der rechten Szene. Das Gericht bescheinigte Schneider damals eine „erhebliche kriminelle Energie“ und verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten.

Rund vier Jahre zuvor war Maik Schneider bereits zu einer halbjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Damals hatte er auf brutale Art und Weise versucht, Schulden einzutreiben. Auch hier sprach das Gericht von „krimineller Energie“. Schneiders letzte Eintragung im Führungszeugnis datiert aus dem Jahr 2014. Damals reiste er nach Hannover zu einer Demo der rechtsradikalen „Hooligans gegen Salafisten“. Dort beleidigte er einen Polizisten und wehrte sich gegen einen Platzverweis.

Zwei Polizisten sagen aus

Am Donnerstag ist der Prozess gegen Schneider und die anderen fünf Angeklagten fortgesetzt worden. Dabei wurden zwei Polizisten gehört, sie haben eine wichtige Belastungszeugin vernommen. Vor Gericht bestritten die Polizisten, die Zeugin im Verhör unter Druck gesetzt zu haben. Die Zeugin will Schneider dabei erkannt haben, wie er an einem Auto die Scheiben zerschlug. Wenig später wurde der Wagen durch einen der anderen Angeklagten in Brand gesetzt. Schneider hat bislang bestritten, das Auto demoliert zu haben. An den vergangenen Verhandlungstagen erhob er Vorwürfe gegen die Polizisten, sie hätten Zeugen im Verhör unter Druck gesetzt und so die belastende Aussage erzwungen.

Polizisten bestreiten, Druck ausgeübt zu haben

Ende des Prozesses weiter offen

Obwohl mit dem Verlesen des Vorstrafenregisters die Beweisaufnahme nahezu abgeschlossen ist, bleibt weiter offen, wann das Urteil gesprochen werden kann. Am Donnerstag ist noch nicht über mehrere Beweisanträge von Schneider und seinen Anwälten entschieden worden. Sie beantragten unter anderem, dass eine Meteorologin belegen soll, dass es in der Brandnacht stark regnete. Deswegen musste der Angeklagte Schneider davon ausgehen, dass das Feuer an der Halle schnell erlischt und keinen starken Schaden anrichtet. Schneider wird beschuldigt, den Brand an der Turnhalle im August 2015 gelegt zu haben. Das hat er bereits eingeräumt jedoch gesagt, dass er die Halle nicht abbrennen wollte. Er habe lediglich ein Zeichen setzen wollen. Der heftige Brand sei ein „Unfall“. Bei dem Brand entstand ein Schaden von 3,5 Millionen Euro.

Der Prozess wird am Dienstag, 24. Januar, fortgesetzt. Ursprünglich sollen dann die Plädoyers gehalten werden. Möglich ist aber, dass weitere Zeugen gehört werden. Dann könnten sich die Plädoyers und damit auch das Urteil verschieben. Läuft alles nach Plan, kann das Urteil Anfang Februar verkündet werden.

Von Christian Meyer

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