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Brandenburg Diese Brandenburger Bahnstrecken sollen wieder ans Netz
Brandenburg Diese Brandenburger Bahnstrecken sollen wieder ans Netz
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14:31 20.05.2019
Vor allem im Osten seien viele Bahnstrecken stillgelegt worden. Quelle: Peter Steffen/dpa
Potsdam

Rund 250 Kilometer stillgelegte Bahnstrecken in Berlin und Brandenburg lassen sich ohne allzu großen Aufwand reaktivieren, sagen der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Allianz pro Schiene. Denn damit ließen sich zahlreiche Lücken im deutschen Schienennetz schließen und die steigenden Passagierzahlen besser bewältigen. Bundesweit sind es sogar 3000 Kilometer, bei denen es lohne, wieder in sie zu investieren. Vor allem der Osten habe in der Vergangenheit Bahnstrecken verloren.

Die Initiatoren haben verschiedene Bahnstrecken und in drei Dringlichkeitsstufen eingeteilt (Priorität A bis C). Um diese Strecken in Berlin und Brandenburg geht es:

Wittenberge – Dannenberg Ost

Die 49 Kilometer lange Strecke nach Niedersachsen war nach dem Krieg (1945/1947) zunächst für den Personenverkehr, dann auch für den Güterverkehr stillgelegt worden – als Folge der deutsch-deutschen Teilung. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges war die Elbebrücke bei Dömitz gesprengt worden. Priorität C.

Berlin (Jungfernheide) – Gartenfeld

Zum Teil unter Denkmalschutz stehen die Überreste der 1980 stillgelegten Strecke im Berliner Westen. Der 5 Kilometer lange Abschnitt rangiert unter der Priorität B.

Berlin-Schönholz – Hennigsdorf

15 Kilometer lange Strecke, die derzeit von der S-Bahn befahren wird. Sie soll für die Entlastung der stark nachgefragten Verbindung wieder für den Regionalverkehr Richtung Neuruppin ertüchtigt werden. Priorität A.

Berlin Bornholmer StraßeHohen Neuendorf

15 Kilometer langer Abschnitt, der derzeit nur mit der S-Bahn befahren wird. Er soll für den Regional/Fernverkehr Richtung Rostock wieder flott gemacht werden. Priorität C.

Berlin-WannseeStahnsdorf

1961 in Folge der deutsch-deutschen Teilung wurde diese 4 Kilometer lange Strecke stillgelegt. Nun soll sie reaktiviert und als Neubaustrecke bis nach Teltow weitergeführt werden. Kategorie B.

(Falkenhagen-)Wustermark bis Wustermark (-Rathenow)

Die nur zwei Kilometer lange Verbindung soll dazu dienen, beim Ausbau der Lehrter Stammbahn den Übergang auf den Berliner Außenring zu gewährleisten. Priorität A.

Berlin-Südkreuz –Blankenfelde

Derzeit fährt hier die S-Bahn. Doch im Rahmen der Reaktivierung der Dresdner Bahn soll dieser Abschnitt auf 19 Kilometern wieder für den Regional- und Fernverkehr genutzt werden. Priorität A.

Guben – Bundesgrenze

Die nach dem Krieg gerissene Lücke von Guben nach Polen soll auf zwei Kilometern geschlossen werden, damit der Regional- und Fernverkehr Richtung Zagan (Sagan) und Wroclaw (Breslau) wieder rollen kann. Außerdem soll die für den Güterverkehr genutzte Verbindung Richtung Zielona Gora für den Personenverkehr genutzt werden. Priorität C.

Berlin Treptow Güterbahnhof – Treptower Park

Nur ein Kilometer lang ist diese kurze Berlin Strecke, die 1961 stillgelegt wurde. Sie würden es dem Fernverkehr ermöglichen, den Berliner Innenring durchgängig zu befahren, argumentieren die Verkehrsverbände. Priorität B.

Berlin-Potsdamer Platz – Potsdam Griebnitzsee

Die Potsdamer Stammbahn ist eines der meist diskutierten Bahnprojekte im Berliner Speckgürtel. Die 22 Kilometer lange Strecke könnte dazu beitragen, dem starken Bevölkerungswachstum Rechnung zu tragen. Ob sie reaktiviert wird, wird derzeit geprüft. Mit der Stammbahn könnte sich die Zugkapazität deutlich erhöhen. Priorität A.

Schönwalde (Barnim) – Berlin-Willhelmsruh – Bornholmer Straße

14 Kilometer lang ist diese Verbindung, die nur teilweise in Betrieb ist. Sie soll ausgebaut werden. Priorität A.

WensickendorfLiebenwalde

Auch dieser 13 Kilometer lange Abschnitt in Oberhavel soll ausgebaut werden.

Velten – Oranienburg

1969 wurde der 15 Kilometer lange Abschnitt stillgelegt – nach nicht einmal 20 Jahren in Betrieb. Wegen der Inbetriebnahme des Berliner Außenrings hatte die Strecke an Bedeutung verloren. Heute sei der Bedarf wieder da, heißt es. Priorität C.

Bad Saarow Klinikum – Beeskow

Die alte Kreisbahn FürstenwaldeBeeskow soll wiederbelebt werden. 2006 waren die Pläne zur Reaktivierung der maroden Strecke auf den 20 Kilometern zwischen Klinikum und Beeskow endgültig begraben worden, nachdem der Bund Regionalisierungsmittel gekürzt hatte. Priorität B.

WerneuchenWriezen

Auf 33 Kilometern sollen wieder reguläre Züge verkehren. Derzeit fahren hier nur Draisinen als Touristenattraktion. Priorität B.

NeugartenKetzin

Die 1963 für den Personenverkehr stillgelegte Strecke Ketzin Neugarten (Nauen) soll reaktiviert werden. Es geht um 10 Kilometer. Priorität A.

Meyenburg – Priemerburg

Die Verbindung von Meyenburg mit Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) ist 58 Kilometer lang. 2000 wurde sie für den Personenverkehr gesperrt. Güterzüge fahren hier noch. Priorität B.

Mirow – Wittstock

Gerade für den Güterverkehr habe die 27 Kilometer lange Strecke eine wichtige Funktion, argumentieren die Verkehrsverbände – etwa für die Firma Kronotex. Priorität B.

Von Torsten Gellner

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