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Brandenburg Brandenburgs Schulen erhalten Tablets, WLAN und digitale Tafeln
Brandenburg Brandenburgs Schulen erhalten Tablets, WLAN und digitale Tafeln
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15:45 23.07.2019
Schulen können für ihre Schüler jetzt Tablets anschaffen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Potsdam

Um den Einsatz von Tablets und Smartphones im Unterricht wird in Brandenburg immer noch gestritten. „Es müssen noch datenschutzrechtliche Fragen geklärt werden“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag, als sie die Details des Digitalpakts Schule vorstellte. „Wir sind mit Schulen und Eltern im Gespräch, aber wir sind noch nicht fertig.“

Damit ist noch nicht ganz klar, wie die neue Technik, für die nun Millionen an Fördermitteln bereitstehen, im Unterricht eingesetzt werden können. Vor allem der Gebrauch eigener Smartphones von Schülern zu Unterrichtszwecken ist umstritten. „Man kann derzeit nicht bei den Schülern voraussetzen, dass sie ihr eigenes Gerät für schulische Zwecke nutzen“, bestätigte Hartmut Stäker vom Brandenburgischen Pädagogenverband. Die Bereitschaft sei zwar vielerorts vorhanden, aber Schüler könnten der Verarbeitung personenbezogener Daten auch widersprechen. „Wenn einer in der Klasse ausscher, kann man nichts machen“, so Stäker.

168 Millionen Euro

Brandenburger Schulen können nun mit Hilfe von Fördermitteln ins digitale Zeitalter aufbrechen. Bis 2024 stehen ihnen knapp 168 Millionen Euro zur Verfügung, die in die Anschaffung mobiler Endgeräte wie Tablets oder Laptops, in die Ausstattung der Schulen mit WLAN oder in digitale Tafeln (Whiteboards) fließen sollen. Das Geld stammt überwiegend aus dem Digitalpakt Schule der Bundesregierung, der nach langen Diskussionen im Frühjahr besiegelt worden war. Die Brandenburger Landesregierung hat nun die entsprechende Förderrichtlinie beschlossen. Die Schulen können damit ab September die Mittel beantragen, wie Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag in Potsdam sagte.

„Kinder, die dieses Jahr eingeschult werden, sind voraussichtlich noch bis 2080 berufstätig“, sagte Ernst. „Daher müssen wir den Schulen eine zukunftsfeste Ausstattung ermöglichen.“

409 Euro je Schüler

Die Höhe der Zuweisungen für die einzelnen Schulen hängt von der Schülerzahl ab. Alle Schulen, auch solche in freier Trägerschaft, sowie Oberstufenzentren oder Gesundheits- und Altenpflegeschulen sollen in den Genuss der Fördermittel kommen. Pro Schüler ist ein Fördersatz von 409 Euro vorgesehen. Bei den Oberstufenzentren beträgt der Fördersatz je Schüler 612 Euro. Für die berufsbildenden Schulen stehen damit insgesamt rund 15 Millionen Euro zur Verfügung.

In den Landkreis Oberhavel fließen somit mehr als 10,5 Millionen Euro. Die Schulen in der Landeshauptstadt Potsdam können mit knapp 10 Millionen rechnen, nach Falkensee gehen beispielsweise 2,4 Millionen Euro, nach Brandenburg/Havel 3,5 Millionen Euro.

In den kommenden Jahren sollen alle Schulen an das schnelle Internet angeschlossen werden. Das Geld dafür wird über das Breitbandprogramm des Bundes bereitgestellt, für dessen Umsetzung die Kreise zuständig sind.

Ein Drittel der Schulen ohne schnelles Netz

Wie Zahlen des Bundes zeigen, besteht hier noch Handlungsbedarf: 422 Schulen wurden über das Bundesförderprogramm an das Gigabit-Netz angeschlossen worden, etwa ein Drittel ist aber noch unterversorgt, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervorgeht. Den höchsten Anteil unterversorgter Schulen hat demnach Sachsen-Anhalt mit knapp 51 Prozent, den niedrigsten Hamburg mit rund 8 Prozent.

Die oppositionelle CDU-Fraktion kritisierte, dass die Umsetzung der Förderrichtlinie zu spät komme. „Leider hat das Bildungsministerium damit viel Zeit vergeudet. In anderen Bundesländern liegen die Richtlinien bereits seit dem Frühjahr vor“, sagte der Bildungsexperte Gordon Hoffmann.

Von Torsten Gellner

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